Lukaskrankenhaus
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15 Studenten aus Riga vertiefen im Rahmen eines sechswöchigen Praktikums ihr Studium im Neusser Klinikalltag.

Lukaskrankenhaus

Von der lettischen Hauptstadt Riga ans Lukaskrankenhaus: 15 deutschsprachige Medizinstudenten der Riga Stradins Universitate (RSU) vertiefen im Rahmen eines sechswöchigen Praktikums ihr Studium im Neusser Klinikalltag. Neben der Ausbildung am Krankenbett und in den Funktionseinheiten wie OP, dem Katheterlabor oder der Endoskopie bieten ihnen die Chefärzte des  Lukaskrankenhauses in einem Vorlesungsblock thematische Inhalte von Chirurgie über Urologie und HNO bis zur Onkologie an.

Diese Ausbildungseinheit ist die erste einer geplanten engen Kooperation der Universität in Riga mit dem Lukaskrankenhaus. Bewährte Kontakte gibt es seit Jahren: Der international bekannte Chefarzt der Chirurgischen Klinik I, Prof. Dr. Peter E. Goretzki, hat dort einen Lehrauftrag und knüpfte über den Dekan die Verbindungen nach  Neuss. Die Stradins-Universität in Riga bietet seit den 90er Jahren einen englischsprachigen Medizin-Studiengang ohne Numerus clausus an. Derzeit studieren etwa 550 Deutsche in Riga Human- oder Zahnmedizin, sie stellen damit fast die Hälfte der Gruppe internationaler Studenten.

Die Kooperation der RSU und des Lukaskrankenhauses bietet für beide Seiten Vorteile. Die künftigen Ärztinnen und Ärzte können in einem renommierten Krankenhaus den Klinikalltag in der Muttersprache erkunden und erhalten zudem in vertiefenden Vorlesungen Einblicke in den neuesten Forschungsstand wesentlicher Fachrichtungen. Das Lukaskrankenhaus knüpft Verbindungen zur deutschen Studenten-Community in Riga – und gewinnt vielleicht den ein oder anderen künftigen Mitarbeiter.

Der Geschäftsführer des Lukaskrankenhauses, Dr. Nicolas Krämer, setzt auf die neue Kooperation: „Die medizinische Ausbildung in Riga findet auf qualitativ höchstem Niveau statt. Ich freue mich, dass wir diese Top-Studenten im Lukaskrankenhaus einsetzen."

Prof. Goretzki sieht die Verantwortung der nächsten Generation gegenüber und verweist auf den oft vergessenen hippokratischen Eid: Der gebiete es, sich mehr um die jungen Studenten zu kümmern, die mit viel Eigeninitiative und Engagement im Ausland Medizin studieren, um später als Ärzte im eigenen Land - in Deutschland  - tätig zu werden: „Dies unterstützen wir nun aktiv mit der engen Kooperation zwischen der Universität in Riga und dem Lukaskrankenhaus in Neuss und freuen uns auf die jungen zukünftigen Kollegen.“