Hans Zatzka „Elfenspiel“, Chromolithografie um 1920, Verlag: Kunstanstalten May AG (KAMAG), Dresden

Ausstellungseröffnung im Feldhaus

„Aufbruch ins Land der Farben“ zeigt die Vielfalt verschiedener Druckverfahren im 19. und frühen 20. Jahrhundert

Im 19. Jahrhundert wurde die Welt ein wenig bunter! Denn durch die Entwicklung neuer Druckverfahren konnte man nun erstmals farbige Bilder in hoher Qualität und großer Auflage herstellen. 2211 Aufbruch ins Land der Farben_1 Digitalmikroskop von Keyence.JPG

19-11-21 12-12-18 5352.jpgDie neue Ausstellung „Aufbruch ins Land der Farben. Die Erfindung neuer Bilddruckverfahren im 19. Jahrhundert“ im Feldhaus – Museum für populäre Druckgrafik präsentiert, erklärt und visualisiert die Vielfalt der verschiedenen Druckverfahren, die im 19. und frühen 20. Jahrhundert entwickelt und genutzt wurden.

Sie wird am Sonntag, 24. November 2019, um 11.30 Uhr durch Museumsdirektorin Dr. Uta Husmeier-Schirlitz eröffnet. Kuratorin Dr. Britta Spies wird gemeinsam mit Prof. Dr. Andrea Pataki-Hundt und Dr. Doris Oltrogge vom CICS – Cologne Institute of Conversation Sciences, Technische Hochschule Köln, in die Ausstellung einführen. Einige der gedruckten bunten Blätter werden in der Ausstellung im tatsächlichen Sinn des Wortes unter die Lupe genommen: Denn erst in der Vergrößerung lassen sich die Details und die Unterschiede der Drucktechniken genau erkennen. 2211 Aufbruch ins Land der Farben_2 Die Auferstehung Christi.jpg

Vor allem die Erfindung der Lithografie durch Alois Senefelder im Jahr 1798 revolutionierte das Druckwesen und markiert den Beginn der massenhaften Verbreitung gedruckter Bilder. Die Chromolithografie brachte dann die Farbe ins Spiel. Viele der Druckerzeugnisse, die auf den Markt kamen, wurden zur Verschönerung der Wohnräume genutzt. Besonders beliebt waren dekorative Wandbilddrucke mit Heiligen, Landschafts- und Stadtansichten oder Genreszenen. Aber auch Werbeplakate, Verpackungen und Kinderbücher zogen durch die brillanten Farben die Blicke auf sich. Die neuen Drucktechniken ermöglichten wesentlich höhere Auflagen und ließen die Preise sinken. Und so wurden die bunten Bilder für alle Bevölkerungsschichten erschwinglich.

Die Weiterentwicklung der Drucktechniken, etwa durch den Stahlstich, und schließlich die Reproduktionstechnik der Fotografie ließen die Bilderflut immer weiter ansteigen.
Die Ausstellung wird in Kooperation mit dem CICS – Cologne Institute of Conservation Sciences, Technische Hochschule Köln, unter Leitung von Prof. Dr. Andrea Pataki-Hundt sowie Dr. Doris Oltrogge entwickelt und realisiert. Außerdem gefördert wird sie vom Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen, LVR und Museumsnetzwerk Niederrhein.

Der Eintritt ist frei. Das Feldhaus - Museum für populäre Druckgrafik, Berger Weg 5 (auf dem Kirkeby-Feld zwischen Museum Insel Hombroich und Raketenstation Hombroich), ist samstags und sonntags, jeweils von 11 bis 17 Uhr, geöffnet. Die Ausstellung wird bis zum 29. März 2020 zu sehen sein. Weitere Informationen sind unter www.clemens-sels-museum-neuss.de erhältlich.