Anton SNT vor einer seiner fotorealistischen Malereien des Matterhorns.
Anton SNT vor einer seiner fotorealistischen Malereien des Matterhorns.

Multimedia-Künstler stellt im Atelierhaus aus

„Mysterious Radiosignal“ heißt die Ausstellung des Weissrussen Anton SNT, der bereits in Kunstmetropolen wie Paris, Zürich und Antwerpen ausgestellt hat.

Anton SNT vor einer seiner fotorealistischen Malereien des Matterhorns.

Das Atelierhaus, Hansastraße 9, zeigt ab 14. Februar 2019 Werke des Künstlers Anton SNT. Die Ausstellung „Mysterious Radiosignal“ geht bis zum 24. Februar 2019. Der 44-jährige Weißrusse aus Minsk lebt in Düsseldorf.

SNT bedeutet "Show Not Tell"

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Anton SNT beschäftigt sich in seiner Malerei vor allem mit der Wirkung von Licht und Schatten. So stellte er das Matterhorn unter verschiedenen Lichtbedingungen nahezu fotorealistisch dar. Er ist fasziniert davon, klassische Malerei und multimediale Technologien zusammenzubringen, ordnet sich selbst als Multimedia-Artist ein. Sowohl in seiner Malerei, als auch in seinen Multimedia-Arbeiten spielen visuell die 1980er und 1990er Jahre eine Rolle. Bei der Vernissage am 14. Februar um 19 Uhr präsentiert Anton SNT zudem eine Performance, die von einem DJ begleitet wird. Die Ausstellung ist vom Lichtdesign her so konzipiert, dass man sie am besten abends besucht. Beleuchtet werden die Bilder vor allem durch Video-Projektionen (schimmernde Reflektionen auf Wasser), die wie „Störungen“ über die Bilder flacken, ergänzt durch die Beleuchtung der Notausgang-Hinweise.

Shades Of GreyIMG_1136.JPG

Die Ausstellung lebt von Schwarz und Weiß mit unendlich vielen Grauvariationen. Die Eiger Nordwand als „Gigant mit einem riesigem Maul, das alles frisst“, beschreibt der Künstler die Effekte des Licht- und Schattenspiels. Als Kind hatte Anton SNT Probleme in der Malschule. Seine Bilder, so sagt er, sahen immer komisch aus, andere machten ihn darauf aufmerksam. Damals wusste er noch nicht, dass er farbenblind ist, er verwechselte immer blau und grün. So suchte er als junger Mann nach Möglichkeiten, mit seiner Farbenblindheit umzugehen. Er fragte sich, wie kann ich die Welt zeigen, mit mehr Grauvariationen, statt Farbe? Wie kann ich die Welt erklären, die so unendlich viele Grauabstufungen wie Emotionen hat?

Anton SNT studierte Design an der Kunsthochschule in Minsk (Teil der weißrussischen Staatlichen Akademie der Künste) und Kunstgeschichte an der Warschauer Universität. Nach seinem Studium in Polen kehrte er nach Minsk zurück und gründete die Multimedia-Gruppe „an angelico“. Seit 2001 ist das Duo mit vielseitigen digitalen Arbeiten, wie Sound-Installationen und Live-Video-Performances mit DJ’s, auf zahlreichen Ausstellungen vertreten. Außerdem arbeitet die Gruppe für die Unterhaltungsbranche.

Für die Ausstellung im Atelierhaus hat Anton SNT drei befreundete Künstler als Gastkünstler eingeladen. Anna Sokolova, Gleb Choutov und Zahar Kudin sind mit einzelnen Werken vertreten.IMG_1138.JPG