Pressedienst der Stadt Neuss Preisverleihung Gartenwettbewerb 2026 Mit der Landesgartenschau in Neuss sind die Themen Bäume, Begrünung und naturnahe Landschaft in diesem Jahr besonders präsent. Passend dazu ging der Gartenwettbewerb ?Neues Grün? in die dritte Runde. Bereits in den letzten Jahren wurden vorbildhaft gestaltete Gärten prämiert, die zeigen, wie den zunehmenden Auswirkungen des Klimawandels wie Hitze, Starkregen und Trockenheit begegnet werden kann und gleichzeitig wertvolle Lebensräume für Tiere und Pflanzen entstehen können. Die Landesgartenschau bot den Neusser Bürger*innen in diesem Jahr zahlreiche Möglichkeiten, sich von den dort ausgestellten Gärten und Veranstaltungen inspirieren zu lassen und Tipps für den eigenen Garten zu sammeln. Interessierte Bürger*innen hatten bis zum 31. August 2026 die Möglichkeit, ihre Bewerbung für den Wettbewerb einzureichen. Als Gewinn lockten attraktive Preisgelder. Jetzt fand die Preisverleihung auf dem Gelände der Landesgartenschau im Grünen Klassenzimmer statt. Zuvor hatte eine Jury die Einreichungen ausgewertet und die besten Gärten ausgewählt. Der Beigeordnete für Umwelt, Klima und Sport sowie Geschäftsführer der Landesgartenschau Neuss 2026, Dr. Matthias Welpmann, händigte die Urkunden an die anwesenden Gewinner*innen aus. In der diesjährigen Sonderkategorie stand das Thema Wasser im Fokus. Ein nachhaltiger Umgang mit Wasser ist im Kontext von Klimaschutz und Klimaanpassung von großer Bedeutung. Daher wurden Gärten gesucht, die Wasser speichern, versickern, zurückhalten oder nutzen. Wege dies umzusetzen gibt es viele, darunter Regentonnen, Zisternen und Rigolen, Versickerungsflächen oder Bewässerungssysteme. Sie sind notwendig, um Trockenperioden, Hitze und Starkregen besser begegnen zu können. Den ersten Platz in der Kategorie Wasser hat Annette Kehl erreicht. Nur wenige Flächen des Gartens sind versiegelt. Eine dichte Bepflanzung mit mehreren Bäumen prägt den Garten. Auch der Vorgarten ist abwechslungsreich und klimaresilient bepflanzt. Das auf dem Grundstück anfallende Regenwasser wird vollständig versickert. Eine Baumrigole und eine Zisterne unterstützen die Rückhaltung und Nutzung des Regenwassers. Trockenheitsverträgliche Pflanzen und ein zurückhaltender Umgang mit der Bewässerung runden das Gesamtbild ab. Der zweite Platz wurde an Irene Schneider vergeben. In ihrem Garten gibt es zwei große Naturteiche. Regenwasser wird in drei alten Weinfässern gesammelt und zur Bewässerung der Pflanzen verwendet. Das Wasser der Dachflächen wird über eine Klärstufe dem Grundwasser zugeführt. Statt vollständig versiegelten Flächen wird im Garten Rasenfugenpflaster verwendet. Der dritte Platz ging an Anke Klocker. Hier hat die Jury ebenfalls die geringe Versiegelung überzeugt. Zudem werden viele trockenheitsverträgliche Pflanzen verwendet, die auch längere Dürreperioden gut verkraften. Das Wasser der Dachflächen wird für die Bewässerung des Gartens verwendet. Es war für die Teilnehmenden nicht möglich, in beiden Kategorien einen Preis zu erhalten. Daher wurden diejenigen, die in der Sonderkategorie Wasser bereits einen Preis erhalten haben, bei der Kategorie Gärten Allgemein nicht mehr berücksichtigt. In der Kategorie Gärten Allgemein standen Klimafreundlichkeit, ökologische Vielfalt, Regionsbezug und Vermeidung von Beton im Mittelpunkt. Besonders haben Gärten überzeugt, die eine vielfältige Bepflanzung, wenig versiegelte Flächen und naturnahe Gestaltungselemente berücksichtigt haben. Den ersten Platz in der Kategorie Gärten Allgemein hat Christel Bänder erreicht. Ihr Garten hat nur wenige versiegelte Flächen und mehrere große Bäume, darunter Ahorn, Kastanie und Obstbäume. Sie spenden Schatten und tragen zur Abkühlung bei. Wildpflanzen, eine Weißdornhecke sowie Totholz, Steinhaufen und eine Vogeltränke schaffen Lebensräume für Tiere. Insgesamt konnte der Garten in allen Bereichen überzeugen und sicherte sich damit den ersten Platz. Der zweite Platz ging an Renate Martin. Auch in diesem Garten werden die Themen Klimafreundlichkeit und ökologische Vielfalt besonders gut adressiert. Eine dichte Bepflanzung wird ergänzt durch Rasen- und Beetflächen, einen Walnussbaum, Rankstrukturen und hohe Hecken. Auch Trockenmauern, flache Tonschalen und die Begrünung am Haus konnten die Jury überzeugen. Der dritte Platz ging an Reiner Froitzheim. Sein Garten hat wenig versiegelte Flächen, vielfältige Beete sowie dicht bepflanzte Bereiche mit hochwüchsigen Stauden. Ergänzt wird die Gestaltung durch Kräuter, einen Teich und eine Vogelschale. Mit dem Gartenwettbewerb möchte die Stadt Neuss dazu anregen, private Gärten klimaresilient und naturnah zu gestalten. Begrünte Gärten leisten einen wichtigen Beitrag zur Abmilderung der zunehmenden negativen Auswirkungen des Klimawandels. Editing: 2026-09-28 You may download the following material for editorial use Photo: https://www.neuss.de//fileadmin/Redaktion/bilder/pressemeldungen/2026/2809_Preisverleihung_Gartenwettbewerb_2026.jpg ,(c)Umweltdezernent Dr. Matthias Welpmann steht mit den Preisträger*innen zusammen. Diese halten freudig ihre Urkunden in den Händen. To the online version: https://www.neuss.de//presse/meldungen/2026/09/28/preisverleihung-gartenwettbewerb-2026