© Rawpixel - Fotolia.com
© Rawpixel - Fotolia.com

Schulbesuch

Informationen zur Beschulung von Flüchtlingskindern und -jugendlichen

© Rawpixel - Fotolia.com

Schulpflicht

Bei Kindern von Asylsuchenden bzw. unbegleiteten minderjährigen Ausländer/-innen beginnt die Schulpflicht gemäß § 34 Abs. 6 Schulgesetz mit der Zuweisung zu einer Kommune.  Alle Kinder und Jugendliche, die vor dem 01.10.2009 geboren sind und das 18. Lebensjahr noch nicht vollendet haben, haben sowohl ein Recht, als auch eine Pflicht zum Besuch einer Schule. Kinder, die im Zeitraum 01.10.2009 bis 30.09.2010 geboren sind, werden zum 01.08.2016 schulpflichtig und müssen für das betreffende Schuljahr 2016/2017 an einer Grundschule angemeldet werden.

Das Prozedere

Die Erziehungsberechtigten der aus dem Ausland nach Neuss gezogenen oder zugewiesenen schulpflichtigen Kinder (Flüchtlingskinder sowie reguläre Zuzüge aus dem Ausland) - bzw. bei unbegleiteten minderjährigen Ausländer/-innen der Vormund – werden von der Schulverwaltung mit einem Informationsschreiben angeschrieben und gebeten, sich kurzfristig mit dem

Kommunalen Integrationszentrum des Rhein-Kreises Neuss (nachfolgend KI genannt)
Oberstr. 91, 41460 Neuss
Tel.     02131 – 928 4011
Fax:     02131 – 928 4099
Email:    

zwecks einer Schulberatung und Vermittlung eines Schulplatzes in Verbindung zu setzen.  Das KI berät die Eltern auf Basis des schulischen Werdeganges und vermittelt mit dem dafür zuständigen Schulamt für den Rhein-Kreis-Neuss dem Kind einen adäquaten Schulplatz in einer entsprechenden Schulform.

Kinder im Grundschulalter erhalten bei fester Zuweisung in der Regel nach der Untersuchung im Gesundheitsamt unverzüglich einen Platz in einer Grundschule. Allen anderen Schulpflichtigen wird vom Schulamt für den Rhein-Kreis-Neuss ein Schulplatz an einer weiterführenden Schule zugewiesen. Für diesbezügliche Rückfragen steht Ihnen Frau Roth-Junkermann im Schulamt für den Rhein-Kreis-Neuss unter der Rufnummer 02131 / 9284017 bei Bedarf gerne zur Verfügung. Im Grundschulbereich werden die Kinder, die einen Schulplatz in der 1. oder 2. Klasse benötigen, in eine Grundschule in der Nähe des Wohnortes vermittelt. Die Kinder, die einen Platz in der 3. oder 4. Klasse benötigen, werden in eine entsprechende Schwerpunktschule mit einer gezielten Deutschförderung vermittelt.  Entsprechende Schwerpunktschulen im Grundschulbereich sind derzeit:

•    GGS Die Brücke
•    Gebrüder-Grimm-Schule
•    Geschwister-Scholl-Schule
•    Kreuzschule
•    Münsterschule

Die Flüchtlingskinder, die einen Platz an einer weiterführenden Schule beschult werden müssen, werden in eine sogenannte Seiteneinsteiger- bzw. Willkommensklasse vermittelt.  Derzeit gibt es an folgenden weiterführenden Schulen Willkommensklassen:

•    Geschwister-Scholl-Hauptschule
•    Sekundarschule Neuss
•    Christian-Wierstraet-Schule
•    Quirinus-Gymnasium
•    Alexander-von-Humboldt-Gymnasium
•    Janusz-Korczak-Gesamtschule

Die Schüler/-innen, die die Vollzeitschulpflicht erfüllt haben, aber das 18 Lebensjahr noch nicht vollendet haben, werden entweder an die Oberstufe einer weiterführenden Schule vermittelt oder an ein Berufs- oder Weiterbildungskolleg. In der Stadt Neuss gibt es an folgenden Berufs- bzw. Weiterbildungskollegs Willkommensklassen:

•    BBZ Hammfeld (in der Trägerschaft des Rhein-Kreis Neuss)
•    Theodor-Schwann-Kolleg

Auf Vermittlung des Kommunalen Integrationszentrums fördert das Theodor-Schwann-Kolleg ebenfalls junge Flüchtlinge im Alter ab 17 Jahren.

Vor dem regulären Schulbesuch werden die Kinder in der Regel vom Gesundheitsamt des Rhein-Kreises Neuss schulärztlich untersucht. Ein entsprechender Termin wird seitens des KI vermittelt. Nach Auskunft des Kommunalen Integrationszentrums beträgt die Zeitspanne derzeit zwischen dem Beratungstermin und der Einschulung in eine Schule 2 bis 3 Wochen.

Kostenübernahme Schulmaterialien

Im Rahmen des Antrags auf Asylbewerberleistungen, sowie des Bildungs- und Teilhabepaketes können beim Sozialamt Leistungen für Schulmaterialien etc. beantragt werden. Die Schulbücher können über die Schule – unter Vorlage eines entsprechenden Leistungsbescheides – kostenfrei beantragt werden und nach der Beschaffung zur Verfügung gestellt werden.

Teilnahme an der Offenen Ganztagsgrundschule

Eine Anmeldung für die Offene Ganztagsschule an Grundschulen erfolgt über die Schulleitung der jeweiligen Schule. Die Aufnahme in die Offene Ganztagsschule hängt grundsätzlich vom Platzangebot der jeweiligen Schule ab. Soweit ein entsprechender Platz zur Verfügung gestellt werden kann, beträgt der monatliche Elternbeitrag (soweit die Erziehungsberechtigten für das Kind Leistungen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz erhalten) für das erste Kind 20,00 €. Für jedes weitere Kind ist die Teilnahme kostenlos. Zusätzlich zum Elternbeitrag wird ein Entgelt für das Mittagessen erhoben. Im Rahmen des Bildungs- und Teilhabepaketes sind hier unter bestimmten Umständen Ermäßigungen möglich. Diese können im Sozialamt beantragt werden. Es besteht kein Rechtsanspruch auf einen Betreuungsplatz in einer Offenen Ganztagsschule.

Teilnahme am herkunftsprachlichen Unterricht

Flüchtlingskinder haben die grundsätzliche Möglichkeit am herkunftsprachlichen Unterricht teilzunehmen. Weitergehende Informationen hierzu finden Sie auf der Homepage des Rhein-Kreis Neuss .

Links

Allgemeinbildende Schulen in Neuss

Berufskollegs in Neuss

Ansprechpartner im Schulverwaltungsamt