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Elektronischer Aufenthaltstitel für Zuwanderer

Seit dem 1. September erhalten die ausländischen Mitbürgerinnen und Mitbürger in Deutschland elektronische Aufenthaltstitel. Es handelt sich hierbei um Multifunktionskarten im Kreditkartenformat.
Elektronischer Aufenthaltstitel für Zuwanderer

Elektronischer Aufenthaltstitel (Bildquelle: Bundesamt für Migration und Flüchtlinge, bamf.de)

Die Ausländerbehörde der Stadt Neuss weist darauf hin, dass der neue Aufenthaltstitel einen Chip mit Lichtbild, Fingerabdrücken und rechtlichen Auflagen (z.B. zur Ausübung der Erwerbstätigkeit) enthält. Er beinhaltet auch eine elektronische Ausweisfunktion (eID), mit der sich die Besitzer im Internet identifizieren können. Falls erwünscht können hiermit die Internetdienste von Online-shops, Mail-Anbietern sowie sozialen Netzwerken genutzt werden. Zur Freigabe der Online-Nutzung erhalten die Karteninhaber ergänzend einen PIN/PUK-Brief sowie ein Sperrkennwort. Vorbereitet ist die Karte auch für eine elektronische Signatur zum rechtsverbindlichen Unterzeichnen digitaler Dokumente. Die bundeseinheitlichen Verwaltungsgebühren für die Erteilung eines elektronischen Aufenthaltstitels sind aufgrund der Produktionskosten durchschnittlich um 50 Euro erhöht worden.

Da die biometrischen Daten in der Ausländerbehörde zunächst erfasst und die neuen Aufenthaltstitel in der Bundesdruckerei in Berlin produziert werden müssen, verlängert sich die Zeit bis zur Aushändigung des Aufenthaltstitels im Vergleich zum bisherigen Verfahren deutlich. Den ausländischen Antragstellerinnen und Antragstellern wird daher empfohlen, Verlängerungsanträge ca. 6 – 8 Wochen vor Ablauf des alten Aufenthaltstitels zu stellen. Im Gegensatz zum alten Antragsverfahren ist beim elektronischen Aufenthaltstitel eine persönliche Vorsprache sowohl bei der Antragstellung als auch bei der Abholung erforderlich. Wegen des erhöhten Geschäftsaufwandes werden sich daher auch die Wartezeiten in der Ausländerbehörde verlängern.

Die bisherigen Aufenthaltstitel in Reisepässen (Klebeetiketten) behalten ihre Gültigkeit längstens bis Ende August 2021. Ein Austausch gegen die neuen Multifunktionskarten ist bedarfsweise in Zusammenhang mit der Ausstellung neuer Nationalpässe geplant.

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