Fachstelle für Menschen mit Behinderung im Arbeitsleben

Hilfsangebote für behinderte Menschen im Arbeitsleben

Die Fachstelle leistet Hilfe und Unterstützung, um Arbeitsplätze behinderter Arbeitnehmer in Neuss zu sichern. Im Rahmen der begleitenden Hilfe im Arbeitsleben werden Informationen, Beratung sowie finanzielle Hilfen angeboten. Im Auftrag des Inklusionsamtes werden Präventions- und Kündigungsschutzverfahren im Sinne des besonderen Kündigungsschutzes schwerbehinderter Menschen durchgeführt.

Wer kann sich an uns wenden?

  • Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber
  • Existenzgründer mit anerkannter Schwerbehinderung (mindestens GdB von 50)
  • berufstätige Menschen mit Behinderungen (mindestens GdB von 50) oder ihnen gleichgestellte Menschen
  • Personen, die sich in einem Feststellungsverfahren befinden
    (hier: keine finanziellen Hilfen)
  • betriebliche Helferinnen und Helfer wie z. B. Schwerbehindertenvertretungen, Betriebs- und Personalräte

Unter bestimmten Voraussetzungen werden finanzielle Leistungen erbracht, um schwerbehinderten, berufstätigen Menschen ihre Beschäftigung zu erleichtern und/oder zu sichern. Auch können Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber finanzielle Unterstützung für die behindertengerechte Ausgestaltung von Arbeitsplätzen erhalten.

Die Fachstelle wird präventiv tätig, wenn einem schwerbehinderten Menschen die Kündigung seines Arbeitsverhältnisses droht. Die Fachstelle sucht mit den Beteiligten (Arbeitgeber, schwerbehinderte Beschäftigte, Schwerbehindertenvertretung, Betriebs- bzw. Personalrat) nach Möglichkeiten zum Erhalt des Arbeitsplatzes.

Die Kündigung des Arbeitsverhältnisses eines schwerbehinderten Menschen durch den Arbeitgeber unterliegt einem besonderen Kündigungsschutz und bedarf der Zustimmung des zuständigen Inklusionsamtes (Landschaftsverband Rheinland). Die Fachstelle Neuss bearbeitet das Verfahren regional für das gesamte Gebiet der Stadt Neuss.

Aufgaben der Fachstelle nach dem Sozialgesetzbuch IX:

Beratung und Unterstützung

  • bei Betriebsbesuchen und Arbeitsplatzbegehungen auf Anforderung
  • zu begleitenden Hilfen im Arbeitsleben (z. B. Arbeitsplatzgestaltung)
  • im Rahmen eines Wiedereingliederungsverfahrens / BEM-Verfahrens
  • in Fragen der Prävention
  • im Rahmen eines Kündigungsschutzverfahrens

Schulungs- und Bildungsmaßnahmen

Für Arbeitgeber, Betriebs- und Personalräte, Mitarbeitervertretungen sowie Schwerbehindertenvertretungen organisiert die Fachstelle Informationsveranstaltungen. Ein Vertreter der Fachstelle steht Ihnen bei Bedarf als Referent zur Verfügung.

Finanzielle Hilfen
Begleitende Hilfen für Menschen mit Behinderung aus der Ausgleichsabgabe

Mittel der Ausgleichsabgabe

Sofern eine behinderungsgerechte Gestaltung des Arbeitsplatzes erforderlich ist, stehen finanzielle Hilfen aus Mitteln der Ausgleichsabgabe zur Verfügung. Die Mittel können der / dem schwerbehinderten ArbeitnehmerIn oder dem Arbeitgeber gewährt werden. Ansprechpartner ist die örtliche Fachstelle. Der technische Beratungsdienst des Landschaftsverbandes Rheinland begleitet die Maßnahmen beratend.

Zur Beantragung per Onlineformular:

Weitere Informationen vom Inklusionsamt

Durchführung von Präventionsverfahren
Mediative Unterstützung von Arbeitgeber und Arbeitnehmer zum Erhalt des Arbeitsplatzes

Bestehen Probleme eines schwerbehinderten Menschen an seinem Arbeitsplatz, so ist es Aufgabe der Fachstelle beratend (präventiv) tätig zu werden. Die Hilfe richtet sich sowohl an den Arbeitnehmer, den Arbeitgeber und an die Interessenvertreter des Arbeitnehmers (z. B. Personalrat, Betriebsrat, Mitarbeitervertretung, die Schwerbehindertenvertretung).

Durchführung von Kündigungsschutzverfahren
Sachverhaltsermittlung und Entscheidung zum Antrag des Arbeitgebers auf Zustimmung zur Kündigung in Zusammenarbeit mit dem Inklusionsamt des LVR

Der besondere Kündigungsschutz nach dem SGB IX für schwerbehinderte Menschen und diesen gleichgestellten behinderten Menschen besteht darin, dass die Kündigung des Arbeitsverhältnisses – auch Änderungskündigung – durch den Arbeitgeber der vorherigen Zustimmung des Landschaftsverbandes Rheinland (Inklusionsamt) bedarf.

Die Fachstelle führt das erforderliche Anhörungsverfahren durch und versucht eine Einigung zwischen dem Arbeitgeber und der / dem ArbeitnehmerIn zu erreichen.

Ziel und Aufgabe des Inklusionsamtes in Zusammenarbeit mit der örtlichen Fachstelle ist, alle vom SGB IX vorgegebenen Möglichkeiten zur Sicherung des Arbeitsverhältnisses anzubieten.

Notwendige Unterlagen zur Inanspruchnahme der Hilfen:

  • Schwerbehindertenausweis
  • Feststellungsbescheid des Versorgungsamtes
  • Gleichstellungsbescheid der Agentur für Arbeit
  • Kopie des Arbeitsvertrages
  • Im Rahmen der Antragsbearbeitung können im Einzelfall weitere Unterlagen notwendig sein.

Kontakt

Dirk Witte
Tel.: 02131 90-5097
E-Mail: dirk.witte@stadt.neuss.de

Harald Jansen
Sachgelietsleitung
Tel.: 02131 90-5098
E-Mail: harald.jansen@stadt.neuss.de

Fax: 02131 90-5398
3. Etage, Zimmer 308
Promenadenstr. 43 – 45
41460 Neuss

Eingang 8 (Promenadenstraße) ist barrierefrei.

Weitere Informationen

Rechtliche Grundlagen

  • Sozialgesetzbuch IX (SGB IX)
  • Schwerbehindertenausgleichsabgabeverordnung (SchwbAV)
  • Information zur Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO)

Links