Demographie
Beigeordneter a.D. Wilfried Kruse, Leiter der Enquetekommission, präsentiert den Abschlußbericht auf dem Neusser Markt vor dem Rathaus.

Demographie

Bericht zeigt Bevölkerungsprognose für Neuss bis 2050.
Beigeordneter a.D. Wilfried Kruse, Leiter der Enquetekommission, präsentiert den Abschlußbericht auf dem Neusser Markt vor dem Rathaus.

Bürgermeister Herbert Napp und der Leiter der Enquetekommission, Beigeordneter a.D. Wilfried Kruse, sowie Mitglieder der Enquetekommission „Handlungskonzept Demographie“ haben jetzt eine abschließenden Bericht zur zukünftigen demographischen Entwicklung der Stadt Neuss vorgestellt. „Der Bericht ist kein Patentrezept, sondern er zeigt Handlungsstrategien auf, in denen die Auswirkungen der zukünftigen Bevölkerungsentwicklung auf die städtische Infrastruktur, auf die Bautätigkeit und andere Bereiche berücksichtigt werden“, betont Kruse.
Hierzu wurde eine Bevölkerungsprognose gerechnet für den Zeitraum 2030 bis 2050. Berücksichtigt wurden eine pessimistische und eine optimistische Variante, um einen Entwicklungskorridor zu erhalten. Insgesamt wird die Zahl der Einwohner der Stadt Neuss zukünftig abnehmen, zu rechnen sei mit einem langfristigen Absinken der Zuzüge von aktuell 6.400 Personen (2012) auf 5.700 Personen im Jahr 2050.  Gravierend wird die Verschiebung in den Altersgruppen sein: Die Zahl der Älteren wird deutlich zunehmen, die der Jüngeren – gerade auch im erwerbsfähigen Alter – drastisch abnehmen. Eine der zukünftigen Herausforderungen der Neusser Verwaltung formuliert Kommisionsmitglied und Ministerialdirigent a.D. Dr. Hans Dieter Krupinski so: „Wie halte ich als Kommune meine Einwohner und wie kriege ich neue hinzu -  in ganz NRW wird ein Kampf um neue Einwohner nötig.“
Die Enquetekommission legt diesen Abschlussbericht nach 15-monatiger Beratung und Beschlussfassung dem Rat, der Verwaltung und den Bürgerinnen und Bürgern der Stadt als Beitrag und Empfehlung vor, für einen langen Weg in die Jahre 2030 und 2050. „Die Arbeit der Kommission wird dann ein Erfolg sein, wenn es gelingt, die Themen des demographischen Wandels dauerhaft in der Stadt für alle Beteiligten präsent und gestaltbar zu halten“, so Kruse abschließend.

Der komplette Bericht ist im Internet unter www.neuss.de im Bereich Themen und Lebenssituationen abrufbar.

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