Archäologische Untersuchungen an der Batteriestrasse

Neue Erkenntnisse zur Ostseite der Stadtbefestigung und zur Burg von Konrad von Hochstaden

Zwischen März und Mai 2011 wurde an der Ostseite der Neusser Innenstadt von der InfraStruktur Neuss AöR ein neuer Regenwasserkanal geplant und teilweise realisiert. Die Kanaltrasse lag unmittelbar vor der noch heute erhaltenen rheinseitigen Stadtmauer am Rande der Batteriestrasse. Im Vorfeld der Arbeiten in diesem historisch sensiblen Gebiet wurde in Zusammenarbeit mit dem Amt für Stadtplanung, Abt. Bodendenkmalpflege die archäologische Durchführbarkeit überprüft. Dabei wurden auf einer Länge von 200 m mehr als ein Dutzend Suchschnitte angelegt, um die Lage der mittelalterlichen Stadtmauer festzustellen, die von den Bauarbeiten nicht beeinträchtigt werden durfte.

Bei den archäologischen Untersuchungen wurden neue Erkenntnisse zu der ältesten Bauphase der Stadtmauer aus dem 12. Jahrhundert bis hin zu den Umbauphasen des 15. Jahrhunderts gewonnen. Unter anderem wurden die Fundamente des alten Treppenturms Rauftrps und der angrenzenden hochmittelalterlichen Wohnbebauung freigelegt. Die größte Überraschung bot eine Schuttschicht neben einer mächtigen Uferbefestigung, aus der zahlreiche Bodenfliesen geborgen werden konnten, die wohl einstmals die Burg von Konrad von Hochstaden schmückten.