Die Zukunft

Infrastruktur

Im Rahmen des Innenstadtstärkungsprogramms sind in Abstimmung mit einem Beirat (Fraktionen, Neuss-Marketing, ZIN und Stadt) schon viele Maßnahmen (unter anderem W-LAN, Neuss digital, Beleuchtung Kehlturm, Blumenschmuck) umgesetzt worden. Aktuell in Bearbeitung ist ein Lichtkonzept - erste Maßnahmen werden am Burggraben und am Vorplatz Alte Post Ende des Jahres sichtbar werden.
Im Rat ist im Februar dieses Jahres die Erstellung eines Integrierten Städtebaulichen Entwicklungskonzepts für das Bahnhofsumfeld beschlossen worden. Die Öffentlichkeit soll in Entscheidungsprozesse eingebunden werden.

Verkehr

Nachdem Am Kehlturm eine Netzlücke für den Radverkehr geschlossen worden ist, wird nun der Stadtmauerweg zwischen Freithof und Brücke Kopfgebäude saniert und im nächsten Schritt bis zum Glockhammer erweitert. Radfahrer können kaum die Realisierung des Radschnellweges mit Boulevard zum Rhein abwarten. Vorbereitende Maßnahmen zur Genehmigungs- und Ausführungsplanung sind bereits angelaufen.

Für den circa 2,6 km langen Abschnitt zwischen Wendersplatz und Kardinal-Frings-Brücke sind Gesamtbaukosten in Höhe von 10 Million Euro veranschlagt worden, die zu 80 Prozent vom Land übernommen werden. Hauptkostenpunkt sind die geplanten Brückenbauwerke zur Querung der Langemarckstraße und des Willy-Brandt-Rings. Mit einem Baubeginn vor 2019/2020 ist nicht zu rechnen. In Planung sind weiter: eine fußläufige Verbindung zwischen Münsterplatz und Hafenpromenade und die Attraktivierung bestehender Fußwege durch das Stadteingangs-/Lichtkonzept. Weiter sind der Ausbau von Rheintorstraße/Collingstraße/Wehrhahnareal geplant (mit zusätzlichen Haltestellen und Fußwegeverbindungen), der Umbau von Hafenstraße, Kanalstraße und Mühlenstraße, die Umstellung der Linie 842 auf Elektrobusse und eine Rampe zwischen Freithof und Markt.

Auf der Agenda für spätere Jahre steht der Umbau des Theodor-Heuss-Platzes mit den Kreuzungen Further Straße und Rheintorstraße, gegebenenfalls mit einer Neuführung der U75/U81, mit zusätzlichen und barrierefreien Haltestellen. Auch in den nächsten Jahren soll der Umbau der Schleife Stadthalle mit Augustinusstraße, die Neuführung der U 709 und barrierefreie Haltestellen angegangen werden. Auch die Umgestaltung des Drususplatzes sowie eine Verbindung Markt-Rennbahn über den Wendersplatz sind für spätere Jahre geplant.

Bauprojekte

Integraler Bestandteil des Sanierungsgebiets um den Neusser Bahnhof ist ein städtebaulicher Wettbewerb, der zum Ziel hat, das ehemalige Gelände der Schraubenfabrik Bauer & Schaurte zu einem gemischt genutzten Quartier zu entwickeln. Teil des Sanierungskonzepts rund um den Bahnhof ist auch die Umwandlung des Hochbunkers an der Ecke Gielenstraße/Adolf-Flecken-Straße in ein Wohngebäude. Der Bauverein hat sich dem Relikt aus der Nachkriegszeit angenommen. Ein weiterer Bunker, hier vergraben auf dem privaten Schulgelände an der Katharina Bräckleler Straße, wird Grundlage eines Projekts der Bayernland Wohnimmobilien GmbH, mit dem 62 Wohnungen erstellt werden.

Der Bebauungsplan für eines der spannendsten Projekte in der Innenstadt wurde inzwischen geschaffen. Zwischen Batteriestraße und Hafenbecken 1, nördlich des UCI-Kinos, werden brachgefallene gewerbliche Flächen in eine gemischte Nutzung mit Wohnungen, Hotel, Gastronomie und Parkhaus geschaffen. Es soll dann auch eine attraktive Promenade am Hafenbecken 1 entstehen.
Das ehemalige Krankenhaus St. Alexius wird in ein Wohngebiet mit zwei Kindergärten, Café und Gesundheitszentrum/Ärztehaus weiterentwickelt.
Für den Standort Leuchtenberg entsteht in unmittelbarer Nachbarschaft des Klosters Immaculata ein neuer Wohnstandort mit erstklassiger Anbindung an den ÖPNV sowie an das Fuß- und Radwegenetz in den Rennbahnpark und in den Rheinpark.
In direkter Nachbarschaft zum heutigen Möbelhaus Höffner ist auf der Fläche zwischen Derendorfer Weg und Hammer Landstraße die Errichtung eines Möbeldiscounters vorgesehen, während (passend zum geplanten Radschnellweg) auf der Fläche zwischen Derendorfer Weg und Stresemannallee die Errichtung eines Zweiradfachmarks geplant ist.

Archäologie

Die Bodendenkmalpflege wird ihre Arbeiten auf dem Freithof fortführen. Begleitet werden die laufenden Kanalbauarbeiten auf der Quirinstraße, der Kanalstraße und im Umfeld des Epanchoir an der Nordkanalallee. Für die Zukunft vorgesehen ist eine Zusammenstellung aller Baumaßnamen im Bereich der Stiftimmunität und des Münsterplatzes inklusive der Ausgrabungen an der Münsterschule zur Vorbereitung einer wissenschaftlichen Zusammenschau und Auswertung. Die Zusammenstellung aller archäologischen Informationen zur Stadtmauer wird weitergeführt, die römischen Fundstellen in der Innenstadt werden zur wissenschaftlichen Bearbeitung im Rahmen eines UNESCO-Antrags vorbereitet.

Sport

Die Tour de France 2017 rollt am Sonntag, 2. Juli 2017, mitten durch das Herz von Neuss. Nach dem Start der zweiten Etappe in Düsseldorf und einer Schleife durchs rechtsrheinische Neandertal überquert die Tour den Rhein und fährt eine rund zehn Kilometer lange Strecke durch die alte Römerstadt Neuss. Vom Handweiser kommend, fährt das Feld der Radsportasse über den Willy-Brandt-Ring auf die Hammer Landstraße bis zur Hessentorkreuzung in Sichtweite der über 800-jährigen Basilika St. Quirin.

Von dort geht es am Romaneum vorbei über die Zollstraße und kurz vor dem Nordkanal mit einer 90 Grad Kurve in die Kaiser-Friedrich-Straße und die Viktoriastraße, um auf der Rheydter Straße die Stadt wieder zu verlassen. Das größte Rad-Event der Welt wird begleitet durch einen Aktionstag im Zeichen der Nahmobilität.
Im Stadtbad besteht ein erhöhter Sanierungsbedarf. Die Neusser Bäder-und Eissporthallen GmbH hat Alternativlösungen zur zukünftigen Gestaltung der Bäderlandschaft in Neuss erarbeitet. Der Rat hat in seiner Sitzung am 17. März 2017 beschlossen, das Konzept für eine Sanierung des Stadtbads weiterzuentwickeln.