Die Gegenwart

Wohnen, Sport und Gesundheit als prägende Elemente

Namensgeber ist ein Stadion, das Jahnstadion, gebaut 1924 und mit seinen Anlagen und Spielfeldern so groß, dass es den 3,34 Quadratkilometer großen Stadtteil teilt. Rund die Hälfte der 10.205 Bewohner lebt nördlich des Jahnstadions, die andere Hälfte im Süden. Mit der Klever Straße grenzt das Stadionviertel im Norden an die Furth und die Morgensternsheide an, im Süden reicht es bis an das Autobahnkreuz Neuss-West und fast bis zum Reuschenberger See. Der östliche Zipfel reicht noch bis über die Stephanstraße hinaus und endet am Neusser Hauptbahnhof. Im Westen stellt die Autobahn A 57 die Grenze dar. Das Stadionviertel ist ein beliebtes Wohngebiet. Mit 5.204 Wohnungen haben nur die Innenstadt (6.652) und Rosellen (5.865) mehr zu bieten – und es sind weitere Bauprojekte geplant. Neben den Wohngebieten und den Sportanlagen stellt das Lukaskrankenhaus einen prägenden Charakter dar.Die Städtischen Kliniken Neuss – Lukaskrankenhaus GmbH & Co KG betreibt an der Preußenstraße eine Klinik mit 537 Betten und elf Fachabteilungen. Seit 2014 werden die neun städtischen Kindertagesstätten als „Lukita Neuss“ unter dem Dach desLukaskrankenhauses geführt.

Infrastruktur

Die Bevölkerungsentwicklung im Stadionviertel zeigt nach einer leichten Abnahme in den Jahren 2000 bis 2010 wieder eine ansteigende Tendenz. Hinsichtlich der Altersverteilung zeigen sich im Vergleich zum Gesamt-Stadtgebiete keine signifikanten Unterschiede. Das Durchschnittsalter der Einwohner beträgt 44.8 Jahre, die am stärksten vertretende Religionsgemeinschaft sind die Katholiken mit 38,4 Prozent. Leicht höher als im Stadt-Durchschnitt ist der Anteil der Über-Fünfzigjährigen. Dafür ist die Arbeitslosenquote mit 3,6 Prozent niedriger als im gesamten Stadtgebiet mit 6,0 Prozent. Der Ausländeranteil liegt im Stadionviertel bei 11,2 Prozent, im Stadtgebiet bei 15,1 Prozent (Alle statistischen Werte vom 1.1.2017).

Kinder und Jugendliche

Familien mit kleinen Kindern sind im Stadionviertel gut aufgehoben. Hier befinden sich fünf Kindertageseinrichtungen mit insgesamt 21 Gruppen. In der Kita „Pusteblume“ auf der Rheydter Straße stehen auch 20 inklusive Plätze zur Verfügung. Im Stadionviertel befinden sich zehn Spielplätze und vier Bolzplätze. Highlight ist der Spielplatz am Eselspfad. Mit seinen 15.000 Quadratmetern Fläche ist er ein beliebtes Ausflugsziel für die ganze Familie. Die schulische Versorgung im Stadionviertel wird im wesentlichen durch die Görresschule (Katholische Bekenntnisschule) gewährleistet. Der Rat hat in seiner Sitzung am 26.Februar 2016 beschlossen, dass die Görresschule von einer zweizügigen Grundschule zu einer dreizügigen Grundschule erweitert wird. Die Baumaßnahme soll im Schuljahr 2019/2020 abgeschlossen sein. Im Bereich der Erwachsenenbildung nimmt das Friedrich-Spee-Kolleg an der Paracelsusstraße nicht nur für Bewohner des Stadionviertels eine besondere Stellung ein. Dort können die allgemeine Hochschulreife (Abitur), die Fachhochschulreife (Fachabitur) und die Fachoberschulreife erworben werden. Eine Besonderheit stellt die Internationale Schule am Konrad-Adenauer-Ring dar. Die ISR International School on the Rhine ist eine private internationale Schule in mit englischsprachigem Unterricht vom Kindergarten bis zur Hochschulreife. 762 Schüler aus 41 Nationen besuchten im April 2018 die Schule.

Wirtschaft und Einzelhandel

Im Bereich des Stadionviertels sind vorwiegend kleinere und mittelständige Handwerks- und Dienstleistungsbetriebe ansässig. Ein Gewerbegebiet ist nicht ausgewiesen. Der Einzelhandel beschränkt sich auf kleinere Geschäfte. Im Kreuzungsbereich Rheydter Straße/Bismarckstraße findet der Kunde rund zehn Geschäfte, mit Bäckerei und einen Reitsport-Spezialanbieter. Ein paar hundert Meter weiter hat sich in den letzten Jahren an der Stephanstraße ein Fachmarkt Standort entwickelt – mit Getränkemarkt, Tiernahrungs-Fachmarkt und einem Leuchten-Fachgeschäft. Im südlichen Teil des Stadionviertels, dem „Lukasviertel“, haben sich nur wenige Geschäfte angesiedelt, die meisten an der Preußenstraße im Bereich des Lukaskrankenhauses, u.a. ein Kiosk, ein Bäcker und eine Apotheke. Die nicht gerade üppige Einkaufsstruktur ist kein Problem, die Innenstadt ist fußläufig zu erreichen. Der Breitbandausbau kommt langsam in Gang. Nach Auskunft der Deutschen Telekom sind großflächig VDSL 50 verfügbar, wobei es noch kleinere Bereiche gibt, bei denen nur DSL 16Mbits/s möglich seien. Momentan werden die VDSL-Technik mit der neuen Vectoring-Technik überbaut, um auch dort VDSL 100 anbieten zu können.

Umwelt

In den Jahren 2010 bis 2013 wurden im Rahmen der freiwilligen Lärmsanierung an der Bahnstrecke Neuss-Köln Lärmschutzwände errichtet, die die Lärmbelästigung durch den Bahnverkehr merklich reduziert haben. Im Bereich des Jahnstadions testet die Deutsche Bahn AG derzeit die Wirksamkeit und Beständigkeit niedriger und somit preiswerterer Schallschutzeinrichtungen, die besonders dem durch Zugräder hervorgerufen Lärm minimieren sollen. Im Bereich der Kreispolizeibehörde an der Jülicher Landstraße befindet sich eine Altlast, die auf eine ehemalige Kiesgrube zurückzuführen ist. Ende 1999 wurden dort erstmalig erhöhte Cyanidwerte gemessen, auf derer der Rhein Kreis Neuss die für den Grundwasserabstrom gelegene Kleingartenanlage und die Anlieger der Alten Aachener Straße, der Hürtgener Straße, der Saarstraße, des Grefrather Wegs 1 bis 45 bzw. 2 – 60 und der Jülicher Landstraße 36 bis 180 ein Grundwasserentnahmeverbot ausgesprochen hat. Das besteht auch heute noch. Im Jahnstadion wurde die vom Sturm Ela in Teilen zerstörte Lindenallee wieder neu bepflanzt. 29 Bäume wurden mit Spendengeldern und vier Bäume von der ISN (Kanalbau) finanziert.

Stadtentwicklung

Auf dem Gelände der ehemaligen Städtischen Musikschule an der Lützowstraße sind ein dreigeschossiges Mehrfamilienhaus mit 24 Eigentumswohnungen, 17 zwei/dreigeschossige Reihenhäuser und sechs zweigeschossige Einzelhäuser entstanden. Im Zusammenhang mit den Kanalbauarbeiten im Bereich Thywissenstraße bis Konrad-Adenauer-Ring sind für den Straßenbau 450.000 Euro investiert worden. Die Erneuerung der Preußenstraße macht den Radverkehr mit Schutzstreifen und Beschränkung der Höchstgeschwindigkeit auf 30km/h bzw. 20 km/h im Bereich der Bahnunterführung sicherer. Alle Bushaltestellen sind barrierefrei ausgebaut worden. Eine Ausweitung von 30 km/h auf die Deutsche Straße ist beabsichtigt. Bahnunterführung sicherer. Radfahrer freuen sich über eine neue Asphaltdecke auf dem Eselspfad zwischen Bahnschranke und Maastricher Straße.

Sport

Das Stadion Jahnstraße, Heimat für viele Neusser Sportvereine, darunter mit TC Blau-Weiß und dem HTC Schwarz-Weiß Neuss zwei Bundesligavereine, befindet sich in einem ständigen Erneuerungsprozess. In den letzten Jahren wurden folgende Maßnahmen abgeschlossen:

  • Erneuerung des Oberbelages des Kunstrasen-Hockeyfeldes 1 (2016) (Kosten ca. 220.000 Euro mit Bezuschussung durch das Land NRW und Kostenbeteiligung des HTC Schwarz-Weiss Neuss)
  • Sanierung der Duschen, Umkleiden und WC-Räume in der Kegelsporthalle (2017) (Kosten: 70.000 Euro)
  • Grunderneuerung von zwei Tennisplätzen auf der Tennisanlage des TC Blau-Weiss Neuss (2016 und 2017) (Vereinsmaßnahme mit städtischem Zuschuss)
  • Grunderneuerung von vier Tennisplätzen auf der Tennisanlage des HTC Schwarz-Weiss Neuss (2016 und 2017) (Vereinsmaßnahme mit städtischem Zuschuss)
  • Aufbringen eines neuen Oberbelages auf dem Tennen-Kleinspielfeld (2014) (Kosten: 2.500 Euro) Verbesserungsmaßnahmen im Bereich des Platzes vor dem alten Umkleidegebäude, u. a. Reparaturmaßnahmen an den Entwässerungskanälen, Pflasterung eines Teils des Platzes, Aufstellung von Fertiggaragen für das Sportamt und die im Jahnstadion trainierenden Fußballvereine (2013/14) (Kosten: insgesamt ca. 60.000 Euro zzgl. Zuschüsse an die Vereine)