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06.12.2017 - Interkulturelle Veranstaltungsreihe

Musikalische Lesung mit Tanz im Romaneum

Bereits zum vierten Mal laden das Kulturamt der Stadt Neuss und die Stadtbibliothek Neuss gemeinsam im Rahmen ihrer "Interkulturellen Veranstaltungsreihe" zu einer musikalischen Lesung mit Tanz ein. Am Mittwoch, 13. Dezember 2017, 19.30 Uhr, findet unter dem Motto „Klezmer trifft Derwisch trifft Meister Eckhardt“ im Pauline-Sels-Saal des Romaneums ein jüdisch-islamischer-christlicher Dialog statt.

Die musikalische Lesung "Die wahre Melodie lässt sich ganz ohne Stimme singen, denn sie singt im Herzen." gestaltet die international bekannte Wuppertaler Klezmerband „Ensemble Noisten“ gemeinsam mit dem Derwisch-Tänzer Talip Elmasulu und der bekannten Schauspielerin Nina Hoger.

Melancholische und lebhafte, jüdische Klänge treffen dabei auf die Sufimusik, tänzerisch begleitet durch den Derwisch im roten langen Gewand. Untermalt von christlichen mystischen Texten entsteht so ein inspirierendes Zusammenspiel verschiedener Musikrichtungen und Kulturen.

„Klezmer“ ist ein osteuropäischer jüdischer Tanz und bedeutet übersetzt „Gefäß des Liedes“. Maßgeblich geprägt wurde die auch als Hochzeitsmusik geltende Klezmermusik durch den chassidischen Nigun, dem Lied ohne Wort. Im Nigun werden auch heute noch religiöse Gefühle wie Freude, Andacht und Demut ausgedrückt.

Der Sufismus, abgeleitet vom arabischen Wort "rein", steht für die Reinigung von Unwissenheit, Egoismus, Dogmatismus und Fanatismus sowie das Frei sein von Beschränkungen durch soziale Schichten, politische Überzeugung, Rasse oder Nationalität. Sufismus ist somit eine sehr weltoffene, humanistische Philosophie, verwurzelt im Islam. Der Derwisch-Tanz (Sufidrehtanz) geht zurück auf Mevlana Rumi, den großen Mystiker des Islams und stellt in vollendeter Form die spirituelle Reise des Menschen zu Gott und seine Rückkehr als Dienender dar.

Der Eintritt kostet fünf Euro, ermäßigt drei Euro. Tickets sind ausschließlich an der Abendkasse erhältlich.

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