07.03.2007 - Workshop zum Wohnen im Alter in der Nordstadt

Neuss (PN/Fi). Vor dem Hintergrund des demographischen Wandels in unserer Gesellschaft wurde im Frühjahr letzten Jahres eine umfassende Befragung von Seniorinnen und Senioren in der Nordstadt zum Thema „Wohnen im Alter“ durchgeführt.

Die Ergebnisse dieser Befragung machen deutlich, dass die Mehrheit der Senioren vorzugsweise möglichst lange eigenständig und selbstbestimmt in ihrer Wohnung innerhalb des Quartiers leben will. Wie dies erreicht werden kann, soll ein Workshop im Papst-Johannes-Haus an der Gladbacher Straße klären, zu dem die Stadt am Mittwoch, 21. März 2007, einlädt.

Dort sollen Ideen und Lösungen mit den einzelnen Akteuren aus den Bereichen der Wohnungswirtschaft, des Einzelhandels, der Politik und der Verwaltung, aber auch den Bereichen Kultur und Freizeit und mit den Senioren selbst im Rahmen dieses Projektes gesammelt und anschließend in der Nordstadt realisiert werden. Bereits seit 2004 wird in Neuss das Thema „Wohnen im Alter" behandelt. Nach einem öffentlichen Hearing hat sich eine Projektgruppe aus Vertretern und Vertreterinnen freier Träger der Wohlfahrtspflege, Politik und Verwaltung gebildet und an diesem Thema weiter gearbeitet. Die zentralen Fragen, die sich aus der Befragung im letzten Jahr ergeben, drehen sich um Wohnen, die Infrastruktur im Quartier, klientenbezogene Informationen sowie Kommunikation und gesellschaftliche Vernetzung.
Um den Wünschen der älteren Mitbürger nachzukommen, sind bestimmte Rahmenbedingungen erforderlich. Diese sind derzeit noch problematisch und spiegeln sich daher in den Themenbereichen des Workshops wider. So geht es beim Thema Wohnen um die Fragen „Wie wird meine Wohnung barrierefrei? Welche Anreize habe ich? Will ich meine Wohnsituation verändern? Wie finde ich passenden Wohnraum? Was benötige ich weiter?  Welche Wohnalternativen wünsche ich mir?“ Im Quartier muss die Infrastruktur den Grundbedürnissen der älteren Bürgerinnen und Bürgern angepasst werden. Einkaufen, ärztliche Versorgung, Mobilität, sich sicher im öffentlichen Raum bewegen, sowie sonstige häusliche oder persönliche Hilfen müssen sichergestellt werden. Bei der klientenbezogene Information geht es um Informationen die Senioren benötigen und wie sie diese erlangen. Um den Bereich Kommunikation und gesellschaftliche Vernetzung drehen sich die Fragen „Was macht das Leben in der Nordstadt lebenswert?“ und „Was möchte ich gerne mit anderen Menschen machen?“

Nur das Zusammenspiel aller Rahmenbedingungen ermöglicht den Senioren ihren Alltag selbständig zu meistern und ein eigenständiges Leben auch im Alter im Quartier zu führen. Dies zu ermöglichen und darüber hinaus das Leben im Quartier lebenswert zu gestalten, ist Ziel des Projekts. Insbesondere die Senioren, die in  der Nordstadt leben, sind herzlich eingeladen, sich aktiv daran zu beteiligen. Sie können und sollen ihre Anregungen, Vorstellungen und Wünsche zu dem Thema einbringen und so ihre Zukunft in der Nordstadt mit gestalten.

Das Workshop findet am Mittwoch, 21. März 2007, von 9.30 Uhr bis 15.30 Uhr im Papst-Johannes-Haus, Gladbacher Straße 3, in der Nordstadt statt. Zur Vorbereitung der Veranstaltung sind alle Interessierten gebeten, sich möglichst bis Dienstag, 13. März 2007, im Seniorenforum bei Yvonne Kilian anzumelden. Das Seniorenforum am Meererhof ist montags bis freitags von 11 bis 16 Uhr telefonisch unter der Rufnummer 02131-102416 erreichbar.
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