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Informationen zu Pskow

Informationen zu Pskow

„Der Goldene Ring“ heißen die alten ostslawischen Städte rund um Moskau. Ihre Blüte erlebten sie während der Zeit der ostslawischen Fürstentümer.

Als es noch kein russisches Reich gab, genossen sie weitgehende Autonomie.

Die dominierende Schicht waren die Fernhandelskaufleute, deren Handelsbeziehungen bis nach England, Frankreich und ins Deutsche Reich reichten. Von diesem Reichtum künden eine Fülle von Kunstschätzen und Ikonen. Der Kreml, die Stadtfestung, hatte als Fürstensitz allenfalls symbolische Bedeutung. Um Gott zu danken, stifteten die Kaufleute damals viele Kirchen und Klöster.

Im kleinen Pskow gab es im 19. Jahrhundert über 40 Gotteshäuser und drei Stifte. Heute gewinnt die Stadt an Bedeutung als religiöses Zentrum zurück. Pskow und sein Gebiet liegen knapp 700 Kilometer nordwestlich von Moskau am Fluss Welikaja und gehören zum russischen Kernland. Die Stadt Pskow ist eine der ältesten russischen Städte. 903 erstmals urkundlich erwähnt, gehörte sie seit dem 12. Jahrhundert zum Einflussgebiet der Stadtrepublik Nowgorod, die damals zur Hanse gehörte. Seit 1348 ist Pskow selbständig. 1510 kam die Stadt zum Moskauer Reich, wurde 1589 Bischofssitz und ist seit 1777 Hauptstadt des Gebietes Pskow. Im 15. Jahrhundert entwickelte sich Pskow zum Zentrum der Ikonenmalerei. Im Zweiten Weltkrieg wurde Pskow von deutschen Truppen besetzt. Als sie die Stadt wieder verließen, hatten sie fast alle Gebäude zerstört und viele Kirchenschätze und Ikonen verschleppt. 1945 waren nur noch sechs Prozent der Gebäude unversehrt. Die Kunstschätze sind in den fünfziger Jahren zum größten Teil aus Deutschland zurückgekehrt.

Weisses Schloss mit Schlossgarten

Heute stehen die einmaligen Ikonen und Fresken in den Pskower Kirchen und Museen wieder Kunstinteressierten offen. Zu den bedeutendsten Kirchen und Klöstern gehören die Dreifaltigkeitskathedrale (spätes 12. Jahrhundert) im Pskower Kreml, das Johanneskloster (um 1240), das Miroschskijkloster (1156) sowie das Swjatogorskkloster (um 1310). Nur 207.000 der 845.000 Einwohner wohnen in der Hauptstadt Pskow, drei Viertel leben auf dem Land, es sind fast ausnahmslos Russen. Pskow galt im 19. Jahrhundert als geistliches und religiöses Zentrum des Landes. Damals gab es hier 41 Kirchen und drei Klöster.

Weisse Kathedrale vor blauem Himmel

Während der Sowjetherrschaft wurden die meisten geschlossen oder zerstört . In der Perestroikazeit ist das geistige Leben wiedererwacht. Viele Klöster wurden wiedereröffnet oder ausgebaut, zunächst mit bescheidenen Mitteln. Heute gewinnt Pskow wieder an Bedeutung als religiöses Zentrum. Zahlreiche Gläubige aus ganz Russland pilgern zu den Kirchen und Klöstern. Seit 1990 verbindet die Stadt Neuss eine intensive Städtepartnerschaft mit der russischen Metropole. Die Freundschaft wurde im Laufe der Jahre auf viele Bereiche ausgedehnt. So wird der Austausch von künstlerisch begabten Jugendlichen regelmässig gepflegt.

Auch versuchen verschiedene öffentliche und private Initiativen die wirtschaftliche Lage in Pskow zu verbessern.

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