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Neusser Bürger-Schützenfest 2016

Liebe Neusserinnen und Neusser,
verehrte Gäste aus nah und fern,
liebe Schützen,

im vergangenen Frühjahr gab es einen Termin, an dem die Blicke der Neusser in freudiger Erwartung in die Höhe gingen. Ich meine die Wiederinbetriebnahme des Glockenspiels am Vogthaus. Hunderte Bürger allen Alters waren an diesem Aprilsamstag auf den Münsterplatz gekommen, um ihre geliebten Schützenfiguren nach langer Reparatur-Pause wieder in Aktion zu erleben. Die versammelten Zuschauer starteten einen Countdown, zählten von zehn abwärts. Die ersten Takte von „Tochter Zion“ erklangen, die Holzfiguren „schnupperten“ endlich, nach mehr als einem Jahr des Stillstands, wieder Neusser Luft. Dank zahlreicher Spenden war eine grundlegende Sanierung der 40 Jahre alten Attraktion möglich geworden. Nun erklingt das Glockenspiel wieder dreimal täglich. Die spontane Begeisterung der Menschen damals auf dem Münsterplatz hat mir einmal mehr vor Augen geführt, was das Neusser Bürger-Schützenfest und seine zahlreichen wunderbaren Begleiterscheinungen für unsere Stadt und seine Bewohner, aber natürlich auch für unsere Gäste bedeuten.
In wenigen Tagen werden unsere Blicke wieder nach oben gehen. Wieder wird das Herz voller Vorfreude sein. Dann steht der Münsterturm im Fokus. In direkter Nachbarschaft zu unserem Stadtpatron St. Quirin auf der Kuppel wird die Festfahne gehisst. Gemeinsam mit den Böllerschüssen und dem Glockengeläut signalisiert sie am Kirmessamstag um Punkt 12 Uhr den Beginn des Schützenfestes. Rund um das Hafenbecken 1 stehen dann die Menschen in großen und kleinen Gruppen. Sie essen, trinken, lachen und freuen sich. Freunde und Bekannte sehen sich seit Monaten das erste Mal wieder. Es werden Pläne für die kommenden Tage geschmiedet, Verabredungen für diesen oder jenen Ball getroffen. Eine der am häufigsten gestellten Fragen lautet dann wohl wieder: „Wo guckst du eigentlich heute den Fackelzug?“ Die Kinder laufen mit Luftballons in den Händen und kleinen Trommeln um den Hals an den Kirmesbuden vorbei. Und so mancher aktive Schütze wird am Smartphone die letzten Dinge vor dem großen Umzug am Abend klären: Haben wir genügend Fackelstöcke parat? Wer hat die Zugkrawatten? Wann ist Antreten?
Am nächsten Tag spielt dann die höchstgelegene Ampel der Stadt eine wichtige Rolle. Sie ist am Rathaus befestigt und zeigt mit ihrem Wechsel von Rot nach Grün dem wartenden Regiment und allen Zuschauern auf dem Markt an, dass nun die Königsparade losgeht. Mit Pauken und Trompeten gibt die Stadt Neuss hier ihrer Lebensfreude Ausdruck. Alles ist im wahren Wortsinn auf den Beinen. Das zieht an: Immer mehr Menschen aus der ganzen Bundesrepublik werden auf unser einmaliges Fest aufmerksam. Sie verfolgen es jedes Jahr live im WDR oder kommen zu uns an den Rhein. „Ich wollte es schon immer mal selbst erleben“, sagen die Besucher. Sie seien herzlich willkommen!
Jedem Gast kann ich nur empfehlen, mindestens von Samstag bis Dienstag in der Stadt zu bleiben. Denn wenn am letzten Kirmestag die Blicke erneut nach oben gehen, in Richtung Holzvogel, ist das eine positive Spannung, die überall auf der Welt ihresgleichen suchen dürfte. Vor allem dann, wenn – wie in den vergangenen beiden Jahren – gleich vier Kandidaten um die Königswürde ringen.
Jetzt wünsche ich aber erst einmal dem Königspaar Gerd Philipp und Stefanie Sassenrath, allen Einwohnern unserer Stadt sowie allen Gästen ein unvergessliches Schützenfest 2016. Auf dass es friedliche, fröhliche und sonnige Tage werden.

Herzliche Grüße
Ihr

Reiner Breuer
Bürgermeister