Mitarbeiter & Kurzarbeit

Kurzarbeitergeld

Der Zugang zum Kurzarbeitergeld wurde für Unternehmen, welche von den Auswirkungen der Corona Pandemie betroffen sind, erleichtert. So kann Kurzarbeitergeld bereits beantragt werden, wenn 10% der Beschäftigten von dem Ausfall betroffen sind. Auch wird teilweise bis vollständig darauf verzichtet, dass zuvor negative Arbeitszeitsalden der Mitarbeiter abgebaut werden müssen. Die Sozialversicherungsbeiträge werden durch die Agentur für Arbeit vollständig erstattet. Auch bei Leiharbeitern findet das flexible Kurzarbeitergeld Anwendung.  Weiterführende Informationen erhalten Sie hier.


Quarantänefälle im Betrieb

Werden Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter unter Quarantäne gestellt, so besteht ein Anspruch auf Entschädigung. Eine freiwillige Quarantäne oder eine Arbeitsunfähigkeit wegen Erkrankung fallen nicht unter diese Regelung. Wird bei arbeitsfähigen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern eine Quarantäne angeordnet, so wird diesen für bis zu sechs Wochen (sofern keine andere tarifliche Regelung besteht) von ihrem Arbeitgeber eine Entschädigung ausgezahlt. Diese ausgezahlten Beträge werden dem Arbeitgeber auf Antrag vom Landschaftsverband Rheinland zurück erstattet. Zu den Seiten des Landschaftsverbandes, auf welchen neben den Kontaktdaten auch die Antragsformulare zu finden sind, gelangen Sie hier.

  • Informationen zur Entschädigungen bei Verdienstausfall im Quarantänefall (9 – 12 Uhr) - Landschaftsverband Rheinland 0221 / 8095-444


Stundung der Sozialversicherungsbeiträge

Eine erleichterte Stundung der Sozialversicherungsbeiträge kündigt der Spitzenverband der gesetzlichen Krankenkassen an. Diese wird direkt durch die Einzugsstellen, die gesetzlichen Krankenkassen, vorgenommen. Mit dieser Maßnahme sollen Unternehmen, welche sich durch die Corona-Pandemie in ernsthaften Zahlungsschwierigkeiten befinden, entlastet werden. Die Stundungen sollen demnach vorerst längstens bis zum Fälligkeitstag für die Beiträge des Monats Juni 2020 gewährt werden. Ihnen werden keine Stundungszinsen oder Mahngebühren berechnet, wenn Sie eine spätere Zahlung der Sozialversicherungsbeiträge vereinbaren. Den Antrag auf Stundung stellen Sie direkt bei den Krankenkassen, das Dokument finden Sie nachstehend zum Download. Weitere Informationen erhalten Sie auf den Seiten des GKV-Spitzenverbandes.

Update 26.03.2020: Bitte beachten Sie, dass Anträge für Stundungen für den Monat März nur noch heute bei den Krankenkassen eingereicht werden können!


Home Office und Weiterbildung

Um das Ansteckungsrisiko durch das Coronavirus zu minimieren, können Mitarbeiter ins Homeoffice geschickt werden. Sofern dies nicht im Arbeitsvertrag festgehalten ist, erfordert eine Umsetzung die Zustimmung des Mitarbeiters. Dieser kann als Zusatz zum Arbeitsvertrag schriftlich festgehalten werden.

Wer die Zeiten der Corona-Pandemie nutzen möchte, um die betriebliche Digitalisierung voranzubringen, kann auf bestehende Fördermittel wie die Potenzialberatung oder go-Digital  zurückgreifen. Diese Förderungen bezuschussen die Zusammenarbeit mit einem freiwählbaren externen Berater. Gerne stellen wir Ihnen die Fördermittel vor und stehen Ihnen für Fragen zur Verfügung.

Über Webinare besteht die Möglichkeit, auch aus dem Home Office aktiv an Weiterbildungsangeboten teilzunehmen. Der Bildungscheck fördert berufliche Weiterbildungsmaßnahmen für Beschäftigte. Unternehmen mit weniger als 250 Beschäftigten erhalten bis zu 10 Bildungschecks im Kalenderjahr. Jeder dieser Checks steht für einen Zuschuss von 50% der jeweiligen Weiterbildungskosten (bis 500€). Weitere Informationen zum Bildungscheck erhalten Sie bei der VHS, welche auch entsprechende Anträge abwickelt.


Betriebliche Pandemieplanung

Achten Sie auf die allgemeinen hygienischen Regeln im Betrieb und senden Sie infizierte Mitarbeiter oder erhärtete Verdachtsfälle vorsorglich in Quarantäne. Wie immer gilt – ob Corona oder nicht – wer krank ist, bleibt zu Hause. Es gilt eine Vereinfachung der Ausstellung von Arbeitsunfähigkeitsbescheinigungen für Patienten mit (leichten) Atemwegserkrankungen. Diese können bis zu sieben Tage nach telefonischer Rücksprache krankgeschrieben werden. Durch diese Maßnahme sollen Ärztinnen und Ärzte entlastet werden. Auch eine Lockerung des innerbetrieblichen Umgangs mit Arbeitsunfähigkeitsbescheinigungen resp. ab wann diese vom Mitarbeiter vorzulegen sind, kann helfen die Situation in den Arztpraxen zu entzerren.

Um das Ansteckungsrisiko durch das Coronavirus zu minimieren, können Mitarbeiter ins Homeoffice geschickt werden. Sofern dies nicht im Arbeitsvertrag festgehalten ist, erfordert eine Umsetzung die Zustimmung des Mitarbeiters. Dieser kann als Zusatz zum Arbeitsvertrag schriftlich festgehalten werden.

Das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe hat ein Handbuch für die betriebliche Pandemieplanung herausgebracht. Dieses behandelt u.a. die betriebliche und personelle Planung, sowie die Informationspolitik und organisatorische Maßnahme für das Personal. Sie können das Handbuch hier einsehen.

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