Kurzarbeitergeld

Der Zugang zum Kurzarbeitergeld wurde für Unternehmen, welche von den Auswirkungen der Corona Pandemie betroffen sind, erleichtert. Um Kündigungen zu vermeiden und mehr Planungssicherheit zu geben, sollen die bisher befristeten Regelungen zum vereinfachten und erhöhten Bezug des Kurzarbeitergeldes bis zum Ende 2021 verlängert werden. Das Bundeskabinett hat hierzu ein entsprechendes Maßnahmenpaket auf den Weg gebracht. Das Gesetz zur Beschäftigungssicherung infolge der COVID-19-Pandemie können Sie auf den Seiten des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales einsehen.
Beantragt wird das Kurzarbeitergeld über die Agentur für Arbeit. Weitere Informationen erhalten Sie auf ihrer Homepage.


Vereinfachter Zugang
Als Betrieb können Sie bereits Kurzarbeit anmelden, wenn mind. 10% Ihrer Beschäftigten von einem Arbeitsausfall von über 10% betroffen sind (normalerweise liegt diese Schwelle bei 1/3 der Belegschaft). Negative Arbeitszeitsalden müssen nicht mehr vor der Zahlung des Kurzarbeitergeldes aufgebaut werden. Das Kurzarbeitergeld ist auch für Leiharbeitnehmerinnen und Leiharbeitnehmer beantragbar.


Weitere Entlastungen
Die vollständige Erstattung der Sozialversicherungsbeiträge während der Kurzarbeit soll noch bis zum 30. Juni 2020 verlängert werden. Ab dem 01. Juli 2021 bis zum 31. Dezember 2021 sollen die Sozialversicherungsbeiträge dann bis zu 50% erstattet werden (vorausgesetzt, mit der Kurzarbeit wurde bis zum 30. Juni 2021 begonnen).
Ebenfalls für Entlastung soll die verlängerte Bezugsdauer sorgen. Diese soll für Betriebe, die bis zum 31. Dezember 2020 mit der Kurzarbeit genommen haben, auf bis zu24 Monate (längstens bis zum 31. Dezember 2021) verlängert werden.


Erhöhtes Kurzarbeitergeld
Von dem erhöhten Kurzarbeitergeld können Beschäftigte, deren Arbeitsentgelt um mind. 50% reduziert wurde, auch weiterhin profitieren. Ab einem Bezug von vier Monaten wird das Kurzarbeitergeld auf 70% angehoben. Bei Beschäftigten mit mind. Einem Kind auf 77%. Ab dem siebten Monat folgt dann eine Aufstockung auf 80%, bzw. 87% bei Beschäftigten mit mind. Einem Kind. Seit dem 01. März gilt die Berücksichtigung der Bezugsmonate von Kurzarbeitergeld.
Eine vollständige Anrechnung des Entgeltes aus von während der Kurarbeit aufgenommenen Nebenbeschäftigungen wird bis zum 31. Dezember ausgesetzt. Diese Regelung soll bis zum 31. Dezember 2021 verlängert werden.