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Stadtwerke Neuss-Geschäftsführer Stephan Lommetz, der Neusser nextTicket-Tester Rainer Weidenfeld, Bürgermeister Reiner Breuer und VRR-Vorstand Luis Castrillo am Neusser Obertor (v.l.n.r.). Foto: Stadtwerke Neuss/Andreas Woitschützke

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Die zweite Phase des Praxistests ist angelaufen - in den vergangenen Monaten wurden mehr als 44.444 Fahrten mit dem neuen Ticket absolviert.
Stadtwerke Neuss-Geschäftsführer Stephan Lommetz, der Neusser nextTicket-Tester Rainer Weidenfeld, Bürgermeister Reiner Breuer und VRR-Vorstand Luis Castrillo am Neusser Obertor (v.l.n.r.). Foto: Stadtwerke Neuss/Andreas Woitschützke

Seit März 2018 testen Nahverkehrskunden im Verkehrsverbund Rhein-Ruhr (VRR), darunter auch in Neuss, die neue Ticket-Generation "nextTicket". Der smartphonebasierte elektronische Tarif wird dabei von den Fahrgästen sehr gut angenommen: Mehr als 44.444 Fahrten wurden in den vergangenen Monaten bereits absolviert. In der vergangenen Woche wurde diese Marke von Rainer Weidenfeld aus Neuss erreicht. Ein willkommener Anlass, um das Vertrauen der Fahrgäste in den neuen Tarif und die Unterstützung beim Praxistest zu würdigen. Rainer Weidenfeld konnte sich über eine Aufmerksamkeit der Stadtwerke Neuss freuen: Das Unternehmen schenkte ihm ein Ticket2000, mit dem er einen Monat lang rund um die Uhr beliebig viele Bus- und Bahnfahrten im Tarifgebiet Neuss/Kaarst unternehmen kann.

Mit dem ergebnisoffenen Test will der VRR herausfinden, wie nextTicket von den Fahrgästen angenommen wird und unter welchen Voraussetzungen sie diese neue Art des Zugangs zum ÖPNV nutzen – auch vor dem Hintergrund einer veränderten Preisbildung. Daher gilt es, die Ergebnisse in Ruhe zu analysieren und zu bewerten. Gemeinsam mit den Verkehrsunternehmen und der Politik wird der VRR ab Herbst 2018 über das weitere Vorgehen beraten.

Seit dem 1. Juni 2018 läuft beim VRR die zweite Phase von nextTicket. Bis Ende August erfasst die nextTicket-App die Fahrten der Testteilnehmer und weist diesen auf Basis eines kilometerbasierten elektronischen Tarifs automatisiert einen Preis zu. Für den Fahrgast heißt dies, dass er nur die Nahverkehrsleistungen zahlt, die er tatsächlich in Anspruch genommen hat. Ein weiterer Vorteil für den Kunden: Jede fünfte Fahrt eines Erwachsenen in der 2. Klasse ist kostenlos, egal wie weit im VRR.
In der Pilotphase interessiert den VRR, wie zufrieden die Fahrgäste mit der neuen Ticket-Generation sind und ob sie Einfluss darauf hat, wie oft sie öffentliche Verkehrsmittel nutzen. Daher wird der Praxistest auch durch eine Marktforschung begleitet.

Der VRR zieht nach der Hälfte der zweiten Phase eine erste positive Zwischenbilanz. Zwischenergebnisse aus der Marktforschung des mehrstufigen Praxistests zeigen, dass die Kunden weitestgehend zufrieden mit dem neuen Ticketangebot sind.
Seit Beginn des Praxistests nextTicket haben die Teilnehmer durchschnittlich rund 2.400 Fahrten pro Woche unternommen. Bei der Resonanz der Fahrgäste zeichnet sich während der ersten Erhebungswelle für die zweite Phase ein positiver Trend ab. Die Fahrgäste zeigen sich grundsätzlich zufrieden mit der neuen Ticketgeneration. Sie schätzen die transparente und leistungsgerechte Abrechnung im Anschluss an ihre getätigten Fahrten. Auch den Check-in/Check-out-Prozess empfinden die Testteilnehmer nach wie vor als komfortabel. Die Mehrheit der Befragten präferiert in diesem Verfahren den Kilometertarif. Obschon er für einzelne Verbindungen teurer werden kann, bewerten sie diese Form der Fahrpreisberechnung als grundsätzlich gerecht. Für einen wesentlichen Teil der Fahrgäste ist die einfache Handhabung ausschlaggebend und der Preis für eine einzelne Fahrt fällt nicht so stark ins Gewicht, solange die Fahrtkosten insgesamt nicht wesentlich höher sind.

Bis Ende August besteht noch die Möglichkeit, nextTicket zu testen und sich von den Vorteilen des elektronischen Tarifs zu überzeugen. Unter www.nextTicket.de finden interessierte Nahverkehrskunden detaillierte Informationen und die Möglichkeit, sich als Teilnehmer zu registrieren. nextTicket wird parallel zum bestehenden Tarif angeboten. Aktuelle Fahrscheine sind nach wie vor im Einsatz und werden es auch nach dem Test bleiben.

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„Für mich ist das Ticket-Modell passend und auch den Kilometer-Tarif in Phase 2 des Praxistests finde ich gut. Die App nutze ich regelmäßig für meine Fahrten mit dem ÖPNV. Einchecken und Auschecken klappt problemlos, der Preis wird ebenfalls korrekt errechnet. Ich finde dieses Modell attraktiv und kann es empfehlen“, sagt Rainer Weidenfeld.

"Ich teste persönlich das nextTicket von Anfang an. Dieser digitale Fahrschein mit der erleichterten Abrechnung ist der richtige Weg für den Nahverkehr der Zukunft – einfach zu nutzen auf dem Smartphone ohne Ticketautomat. Am Ende der Testphase muss man sich die Preisgestaltung nochmal ansehen, jedenfalls darf das nextTicket für den Kunden nicht teurer werden als das normale Ticket", so der Neusser Bürgermeister Reiner Breuer.

„Wir freuen uns, dass ein Stadtwerke Neuss-Nahverkehrskunde die 44.444.-Fahrt gemacht hat. Wir we-ben in Neuss seit Jahresbeginn ganz massiv für den nextTicket-Test. Neue und innovative Vertriebswege sind für den ÖPNV ganz wichtig, um bisherige Gelegenheitsfahrer noch intensiver an Bus und Bahn zu binden. Die fortschreitende Digitalisierung bietet gerade auch für den Nahverkehr ein sehr hohes Potenzial, dass es zu heben gilt“, erklärt Stephan Lommetz, Vorsitzender der Geschäftsführung der Stadtwerke Neuss.

„Aus den zahlreichen Fahrten schließen wir, dass die Fahrgäste nextTicket annehmen. Auch die Kundenresonanz zeigt, dass sie das transparente und leistungsgerechte Angebot mitgestalten möchten und sich aktiv einbringen. Die bisherige Resonanz auf den Praxistest stimmt den VRR zuversichtlich. Mit dem Feedback der Kunden kann der Verbund seine aktuellen digitalen Services und Informationsdienste entsprechend ihren Erwartungen weiterentwickeln“, sagt José Luis Castrillo, Vorstand des VRR.

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