Delegationsreise in die Türkei

Delegationsreise in die Türkei

Ausbau der erfolgreichen Beziehungen zur Partnerstadt Nevşehir und zur befreundeten Stadt Bolu geplant

Eine Delegation um Bürgermeister Reiner Breuer kehrte jetzt  aus der Türkei zurück, wo sie sowohl die befreundete Stadt Bolu als auch die Partnerstadt Nevşehir besuchte. Breuer bezeichnete die Reise als „erfolgreich“ und sieht Potenzial für den Ausbau der Beziehungen. Anlass für die fünftägige Reise war zum einen ein von der Europäischen Union gefördertes, seit Januar 2019 stattfindendes Projekt im Bereich Umwelt und Abfallwirtschaft zwischen Nevşehir und Neuss, das mit einer Konferenz in Nevşehir nun seinen Abschluss gefunden hat. Zum anderen nutzte Reiner Breuer die Gelegenheit, sich bei den beiden kürzlich gewählten Bürgermeistern in Bolu und in Nevşehir im Rahmen eines offiziellen Amtsantritts vorzustellen.

2019-08-13 Delegationsreise in die Tuerkei 4.jpgZu einer kleinen Delegation gehörten neben Bürgermeister Breuer der stellvertretende Vorsitzende des Komitees für Partnerschaften und internationale Beziehungen Hartmut Rohmer, die Stadtverordnete Ingrid Schäfer, umweltpolitische Sprecherin der CDU-Fraktion, sowie Stadtverordneter Hakan Temel, SPD, und der sachkun6dige Bürger Ingo Tintemann, Bündnis 90/Die Grünen. Als Fachvertreter reisten zudem nach Nevşehir Umweltdezernent Dr. Matthias Welpmann, Oliver Negele, Betriebsleiter der Abfall-und Wertstofflogistik Neuss GmbH (AWL), Norbert Clever, Leiter des Umweltamtes des Rhein-Kreises Neuss, sowie Umut Ali Öksüz, Lehrer und Pädagoge. Hakan Temel und Umut Ali Öksüz sind Vorstandsmitglieder des in der Gründung befindlichen Vereins "Städtepartner: Turkuaz Neuss", der sich künftig um die Förderung der Städtepartnerschaft Neuss-Nevşehir kümmern wird.

Für die kleine Delegation begann die Reise mit einem Besuch der Stadt Bolu im Norden der Türkei, mit der die Stadt Neuss seit 2008 eine Städtefreundschaft pflegt. Bürgermeister Tanju Özcan (sozialdemokratische Partei CHP) empfing die Vertreterin und die Vertreter der Stadt Neuss im erst kürzlich fertig gestellten neuen Rathaus. Bürgermeister Reiner Breuer durfte sich dem Rat im großen Sitzungssaal der Stadt Bolu vorstellen. Daneben wurden Möglichkeiten besprochen, die Zusammenarbeit zwischen den Städten Neuss und Bolu weiter zu intensivieren. Beide Bürgermeister sind sehr interessiert daran, die offizielle Freundschaft mit weiteren Themen wie Schulpartnerschaften und sportlichen Begegnungen auszubauen. Zudem konnte ein Besuch der Industrie- und Handelskammer der Provinz Bolu dazu genutzt werden, mögliche Zusammenarbeit im Bereich Wirtschaft zu erörtern. Bürgermeister Breuer unterstützt den Wunsch der Stadt Bolu den bestehenden "Freundschaftsstatus" zugunsten einer offiziellen Städtepartnerschaft aufzugeben.

2019-08-13 Delegationsreise in die Tuerkei 2.JPGIn Nevşehir, der Hauptstadt Kappadokiens in Zentralanatolien, traf die Delegation auf die weiteren Neusser Vertreter, die im Rahmen des EU-Projektes schon vor Ort waren. Dort empfing Bürgermeister Rasim Arı (AKP) die gesamte Neusser Delegation im Rathaus. Auch hier wurden weitere Möglichkeiten eruiert, die ebenfalls seit 2008 bestehende Städtepartnerschaft zu intensivieren. Neben den Schulpartnerschaften könne dies vor allem im Bereich Tourismus geschehen. Das Besuchsprogramm hatte neben den Aspekten Umwelt und Abfallwirtschaft hier einen weiteren Schwerpunkt: Viele Sehenswürdigkeiten der Region Kappadokiens wurden besichtigt. Abgerundet wurde der Besuch durch eine Umweltkonferenz im Kulturzentrum der Stadt Nevşehir, die von vielen Schülerinnen und Schülern besucht wurde, die zum Thema Müllvermeidung sensibilisiert werden sollten. Im Anschluss an die Konferenz wurde ein "Wald der Erinnerungen" eingeweiht. Jedes Delegationsmitglied durfte in dem neu eingerichteten Gelände eine Zeder pflanzen. Künftig werden dort die Bürgerinnen und Bürger Nevşehirs Gelegenheit haben, zu besonderen Anlässen selbst einen Baum zu pflanzen.

2019-08-13 Delegationsreise in die Tuerkei - 1.jpgBürgermeister Reiner Breuer und die anderen Mitglieder der Delegation sind zuversichtlich, dass die nun stattgefundene Reise neue Impulse zur Belebung beider Partnerschaften bot. Es gilt nun, diese intensiv zu nutzen.