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Hêvî – Hoffnung
Künstler Waleed Ibrahim zusammen mit Kulturamtsleiter Harald Müller (rechts) und Künstlerin Beate Krempe.

Hêvî – Hoffnung

Die neue Ausstellung im Atelierhaus zeigt ab dem 13. September 2018 Werke des kurdischen Künstlers Waleed Ibrahim.
Künstler Waleed Ibrahim zusammen mit Kulturamtsleiter Harald Müller (rechts) und Künstlerin Beate Krempe.

„Hêvî – Hoffnung“ heißt die Ausstellung des kurdischen Künstlers Waleed Ibrahim und ist zugleich sein großer Wunsch: Hoffnung auf Einigung und Frieden in seinem Heimatland. Im Atelierhaus zeigt der aus Syrien stammende Künstler ab Donnerstag, 13. September 2018, seine Werke. „Wir sind sehr froh, dass wir Künstler wie Waleed Ibrahim in dieser Stadt haben und dass sie uns ihre Kunst zeigen. Die Diversität in der Kultur bereichert unsere Gesellschaft“, sagt Kulturamtsleiter Harald Müller.  

Ibrahims Malereien zeichnen sich durch einen stets bestehenden Bezug zur kurdischen Identität aus und gewähren Einblick in eine Welt, in der Freude und Leid ganz nah beieinander liegen. Die Intensität der Farben und die Pracht der in den Werken zu sehende Gewänder und Blüten lassen den Betrachter erst auf den zweiten Blick die Traurigkeit und die Verzweiflung in den Gesichtern der Dargestellten erkennen. „Waleed Ibrahims Werke sind eine Hommage an kurdische Frauen – gemalt mit oft traurigem Blick, der ihr schweres Schicksal erkennen lässt“, so Künstlerin Beate Krempe, die Ibrahim und sein Wirken in Deutschland seit drei Jahren begleitet. Zur Vernissage der ersten Einzelausstellung des Malers in Deutschland am Donnerstag, 13. September 2018, um 19 Uhr im Atelierhaus, Hansastraße 9, gibt Krempe die Einführung.

Im arabischen Raum hatte Ibrahim bereits mehrere große Ausstellungen, wie in der syrischen Bundesgalerie in Damaskus, der Galerie Huner in Dubai und dem Museum Sharjah, V.A.E. An der Kunsthochschule Damaskus studierte Ibrahim Malerei und war im Anschluss seines Studiums als Dozent an der Damaszener Universität tätig.

 Heute lebt der 53-Jährige aufgrund der dramatische Entwicklungen in seinem Heimatland mit seiner Familie in Willich. Das Geschehen in Syrien verfolgt er jedoch weiterhin intensiv. Sich selbst hat er den Auftrag gegeben, die kurdische Tradition zu bewahren. So taucht in Ibrahims Malereien oft kurdische Symbolik wie Pfaue oder Rebhühner auf. Eines seiner Werke hat Ibrahim einer kurdischen Kämpferin gewidmet, die ihr Leben für ihr Volk gelassen hat. Falls das Bild verkauft wird, möchte Ibrahim den Erlös ihrer hinterlassenen Familie zukommen lassen.

Die Ausstellung kann bis Sonntag, 23. September 2018, mittwochs von 17 bis 20 Uhr, samstags von 15 bis 18 Uhr und sonntags von 11 bis 17 Uhr besucht werden.

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