Mahnmal zur Erinnerung an die ermordeten Neusser Juden
Mahnmal zur Erinnerung an die ermordeten Neusser Juden

Mahnmal zur Erinnerung an die ermordeten Neusser Juden

Das von dem Bildhauer Ulrich Rückriem geschaffene Mahnmal zur Erinnerung an die ermordeten Neusser Juden hat seinen Standort genau gegenüber der zerstörten Synagoge, über der während des Zweiten Weltkrieges ein Hochbunker errichtet wurde.

Der Monolith verbindet in sinnstiftender Weise Mahnmal und Kunstwerk. Der schlichte Stein ist rund 2,70 Meter hoch und 30 Tonnen schwer. Er wirkt wie ein Gehäuse, das nach drei Seiten hin geöffnet ist. Die Öffnungen geben den Blick auf drei glatt polierte dunkle Tafeln frei. Die seitlichen Tafeln enthalten die 204 Namen der entrechteten, geflohenen, deportierten und ermordeten Neusser Juden, und die vordere Tafel enthält folgenden Text:

„Hier gegenüber stand die 1867 eingeweihte Synagoge der jüdischen Gemeinde von Neuss. Am 9. November 1938 wurde sie von SA-Leuten, unter denen auch Bürger dieser Stadt waren, geschändet und niedergebrannt. Das Vergessenwollen verlängert das Exil, und das Geheimnis der Erlösung heißt Erinnerung.“

Die Erinnerung an das bittere Schicksal der Neusser Juden wird an jedem 9. November durch eine Gedenkstunde wach gehalten.