30.10.2007 - Einheitliche pädagogische Oberfläche für Neusser Schulcomputer

Neuss (PN/kl). Im Jahre 2004 hat der Neusser Stadtrat einen Medienentwicklungspla¬n für die Neusser Schulen beschlossen.

Der Schwerpunkt lag in den ersten beiden Jahren in der Ausstattung der Schulen mit modernster Hardware in Form von 1500 Computern, 300 Laserdruckern, 150 Beamer, 200 Notebooks, Scannern und Digitalkameras. Ältere Rechner werden sukzessive durch Neugeräte ersetzt. Der Medienentwicklungsplan sieht letztendlich einen Bestand von etwa 2700 Computer an den Schulen der Stadt vor. Aufgrund des bereits jetzt erzielten Ausstattungsstandes wird die Vernetzung der Schulstandorte/Schulzentren forciert. Der Umgang mit dem PC gehört somit für die Neusser Kinder und Jugendlichen bereits zum schulischen Alltag.Ein weiterer Schritt zur Optimierung des Computereinsatzes an den Schulen wurde jetzt mit der Implementierung einer einheitlichen pädagogischen Oberfläche erreicht. Damit wird eine IT-Infrastruktur geschaffen, die alle Computer innerhalb einer Schule, aber auch aller Neusser Schulen zu einem großen Netzwerk (Intranet) zusammenfasst. Zentrum dieses Intranets ist der Serverpark der KDVZ Neuss im Rathaus. Hier laufen alle Schulen über gesicherte Verbindungen (VPN-Tunnel) auf. In den zentralen Servern werden alle Kernaufgaben für die Schulen übernommen. So werden beispielsweise die Inhalte der Internetseite, welche die Schüler aufrufen, geprüft und der Zugriff auf radikale oder jugendgefährdende Webseiten unterbunden. Aber auch der Zugriff von Schülern und Lehrern auf die pädagogische Oberfläche aus dem Internet wird an dieser zentralen Stelle verwaltet. Dadurch erhalten die Lehrer und Schüler die Möglichkeit, weltweit von jedem internetfähigen Computer mit Webbrowser ihr Benutzerkonto aufzurufen. So können auch Hausaufgaben und in der Schule begonnene Projekte zu Hause weiter bearbeitet oder fertig gestellt werden. Neu bei dem System ist auch die Tatsache, dass alle Benutzer auf zentralen Servern angelegt sind und die Schüler auch bei einem Wechsel von einer Grundschule zu einer der weiterführenden Schulen ihre Benutzerkennung und ihre Dateien behalten.Die Oberfläche ist in die klassischen Bereiche "Unterrichtsvorbereitung" und "Unterrichtsdurchführung" gegliedert. Hinzu kommt der Bereich "Administrativer Aufgaben" der Lehrerinnen und Lehrer. Für die Unterrichtsvorbereitung steht eine offene Dokumentenbibliothek zur Verfügung, die mit schuleigenen Inhalten sowie mit Lehrmaterialien dritter Anbieter wie Schulbuchverlage bestückt und erweitert werden kann. Das integrierte Dokumenten-Management mit umfangreichen Filter- und Suchfunktionen ermöglicht eine komfortable Nutzung. Bei der Unterrichtsdurchführung bietet die Oberfläche die Möglichkeit, Dokumente, Aufgaben und Dateien an die Schüler weiterzuleiten und diese nach Bearbeitung wieder einzusammeln. Darüber hinaus steht der Lehrerschaft mit den Funktionen des Klassenraum-Managements ein modernes Instrumentarium für die Steuerung des Unterrichts in Computer-Räumen und Notebook-Klassen zur Verfügung. Mit den administrativen Funktionen erhalten die Lehrer auf einfache Weise die Möglichkeit, zum Beispiel neue Schüler oder neue PCs in das Portal aufzunehmen. Ebenso lassen sich die Drucker über das Portal steuern.In den beiden Pilotschulen Nelly-Sachs-Gymnasium und Gymnasium Norf sind heute bereits über 2.000 Benutzer eingebunden. Nach erfolgreichem Abschluss der Pilotphase werden nun alle 46 Neusser Schulen sukzessive auf die neue Plattform umgerüstet. Mit der Zahl der Schulen werden auch die Anforderungen zunehmen. So ist das System auch für künftige Anforderungen wie eigene Newsgroups, Wikis oder Chat-Räume vorbereitet. Im Endausbau werden es in ganz Neuss rund 21.000 Lehrer und Schüler sein, die mit diesem System arbeiten.

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