24.06.2014 - Ensemble Rhapsodie

Der Neusser Sebastian Lambertz,...

... frischgebackener Gewinner des diesjährigen Kunstförderpreises der Stadt Neuss, präsentiert sein Projekt "ensemble rhapsodie" am Sonntag, 29. Juni 2014, im Romaneum. Ab 15Uhr wird der Pauline-Sels-Saal dann zur Bühne für ein Programm unter dem Titel  „fusing the arts – finding new dimensions“. Sebastian Lambertz an der Klarinette, Elise Hoffmann als Tänzerin, Benjamin Schindler als Schöpfer von kreativen Videoprojektionen und Claudia Chan als Gast am Klavier haben ein spannendes Konzept im Gepäck. Denn mit dem 2012 gegründeten Ensemble sucht Sebastian Lambertz nach neuen Wegen, die Präsentation von klassischer Musik an die heutige Zeit anzupassen, ohne deren Wurzeln zu verleugnen. Ein wichtiger Bestandteil, auf diesem Weg, ist spartenübergreifendes Arbeiten mit anderen Kunstgattungen. Zuhören und zu sehen gibt es dabei Werke von Bach bis Debussy, meisterhaft gespielt, getanzt und mit Videoprojektionen kommentiert.
Sebastian Lambertz sagt zur Idee des Ensembles: „In  Anleh-nung an die Rhapsoden der griechischen Antike, hat diese interdisziplinäre Besetzung keine fest geschriebene Form. Die Herausforderung dieser Arbeit besteht darin, eine künstlerische Sprache zu entwickeln, in der die unterschiedlichen Künste nicht nebeneinander, sondern sich gegenseitig beeinflussend, zu maximalem Ausdruck kommen. Wo die Musik klanglich expandiert, fokussiert die Videoinstallation das Geschehen auf der Bühne. Ergänzend dazu entwickelt der Tanz, in diesem durch Klang und Licht geschaffenen Raum, eine eigene Dynamik.“

Sebastian Lambertz erhielt seinen ersten Klarinettenunterricht im Alter von zehn Jahren an der Musikschule der Stadt Neuss bei Silviu Buibas, gefolgt von Studien bei Martin Spangenberg (Weimar), Ralph Manno (Köln) und Charles Neidich (New York). Der ARD-Preisträger spielte schon während des Studi-ums an der Staatoper in Hannover. Zahlreiche Studio- und CD-Produktionen sowie live Mitschnitte bei allen bedeutenden deutschen Rundfunkanstalten dokumentieren sein musikalisches Schaffen. Benjamin Schindler  beschäftigt sich seit seiner Schulzeit mit der Kunst des visuellen Erzählens. Er studierte an der Kunsthochschule für Medien Köln Medienkunst und Film. Bereits während des Studiums entstanden rund um den Globus zahlreiche spartenübergreifende Arbeiten mit Fotografien, Performances und Filmen. Zu der Entwicklung von virtuellen Bühnenbildern für zeitgenössische Opern finden seine Filme Verbreitung in deutschen Kinos sowie dem Fernsehsender ZDF.kultur. Elise Hoffmann war schon als kleines Mädchen fasziniert von Tanz und Bewegung jeglicher Art und erkannte bereits im Alter von 13 Jahren, dass sie im Tanz ihre Ausdrucksform gefunden hatte. Nach Studien und Weiterbildungen in Arnheim, Amsterdam, Linz, New York und Paris war sie Mitglied in verschiedenen Companies der freien Tanzszene, wie der Company Rencontre und der Companie Fredewess in Hannover. Neben ihrer Zusammenarbeit mit Choreographen wie Trisha Brown unterrichtet Elise Hoffmann u.a. im Cologne Dance Center. Die Pianistin Claudia Chan gab ihr Deutschlanddebüt 2012 mit Gershwins "Rhapsodie in Blue" zusammen mit dem Hochschulorchester der Hochschule für Musik und Tanz Köln. Ausgezeichnet mit dem  1. Preis beim Eckhardt Gramatte Competition for Contemporary Performance gilt sie in ihrer Heimat Kanada als „Botschafterin für neue Musik“ (Ottawa Citizen) und ist ein gern gesehener Gast auf internationalen Musikfestivals. Derzeit studiert Claudia Chan bei Pierre-Laurent Aimard in Köln. Der Eintritt für das Konzert ist frei.
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