Stadtwerke haben weitere fünf Mobilstationen in Neuss in Betrieb genommen
Grundlage für die engere Verknüpfung unterschiedlicher Verkehrsmittel geschaffen | Weitere Mobilstationen sind in der Umsetzungs- und Planungsphase
Die Mobilitätswende in Neuss nimmt weiter Fahrt auf. Am Donnerstag, 5. März 2026, konnten die Stadtwerke Neuss weitere fünf Mobilitätsstationen auf Neusser Stadtgebiet in Betrieb nehmen. Im Beisein von Bürgermeister Reiner Breuer, dem städtischen Dezernenten für Planung und Mobilität Christoph Hölters und der Stadtwerke-Aufsichtsratsvorsitzenden Julia Langer konnte Thomas Walkiewicz Vollzug melden. Der technische Geschäftsführer stellte exemplarisch an der Mobilstation Neusserfurth Mitte am Berliner Platz das Gesamtprojekt vor.
Weitere Mobilstationen wurden auf der Venloer Straße, Neusserfurth Schleife auf der Kaarster Straße, in Norf auf der Mainstraße und in Allerheiligen am S-Bahn-Haltepunkt fertiggestellt. Neben einer einheitlichen Grundausstattung verfügen die jeweiligen Mobilstationen über individuelle Angebote und Abstellflächen. Ein Kernelement der Anlagen sind die Sharing-Angebote der Stadtwerke Neuss. So können an der Mobilstation am Berliner Platz fortan jeweils zwei E-Autos, zwei Elektroroller (sogenannte Scooter) und zwei-E-Fahrräder im Rahmen eines stationsbasierten Sharings ausgeliehen werden. Weiter stehen an den Mobilstationen unter anderem Radbügel, Dreiradstellplätze, Fahrrad-Reparaturstationen und Radboxen zur Verfügung. An den Mobilstationen Allerheiligen, Norf Mainstraße und Neusserfurth Schleife auf der Kaarster Straße sind zudem jeweils Ladesäulen für private Elektroautos installiert worden. Die Radboxen wie auch die überdachten Abstellplätze mit den Radbügeln sind jeweils begrünt.
„Die Schaffung von neuen Mobilitätsformen und die Verbindung der einzelnen Elemente sind neben der voranschreitenden Elektrifizierung wichtige Bausteine für die Umsetzung der Mobilitätswende in Neuss. Mit attraktiven Angeboten wollen wir über die Stadtwerke Neuss Anreize schaffen, um den Modal Split in Neuss weiter Richtung ÖPNV und seiner korrespondierenden Mobilitätsangebote wie etwa den Mobilstationen zu entwickeln“, betont Bürgermeister Reiner Breuer.
Weitere sechs Mobilstationen befinden sich in Umsetzungs- bzw. Planungsphasen
Parallel zur Fertigstellung der fünf Ladestationen haben die Stadtwerke Neuss in den vergangenen Monaten die Planung für die nächsten sechs Stationen im Stadtgebiet vorangetrieben. Dieses werden im Dreikönigenviertel am S-Bahnhof, im Stadionviertel an der Piuskirche, an der Stadthalle, in Weckhoven am Einkaufszentrum und am Neusser Hauptbahnhof errichtet. Zusätzlich wird die schon länger bestehende Mobilstation Hamtorwall an der Haltestelle Niedertor, am Platz am Niedertor erweitert. Die Vergabe der Tiefbauleistungen und die Lieferung von Stationsausstattungen für diese sechs Stationen erfolgte planmäßig im Januar. Die Arbeiten an der Stadthalle haben bereits begonnen. Die Planungsphase für weitere Mobilstationen wurde in den letzten Monaten bereits forciert. Die derzeit mit der Stadt Neuss in Abstimmung befindlichen Stationen werden in Holzheim, Reuschenberg, Gnadental, Grimlinghausen und im Barbaraviertel geplant und sollen im kommenden Jahr gebaut werden.
„Über die neuen Mobilstationen wird eine enge Anbindung und Verbindung mit dem bestehenden ÖPNV zu Bus und Schiene geschaffen. Ganz bewusst entstanden oder entstehen die Mobilstationen auch im Umfeld von S-Bahn-Haltepunkten wie in Allerheiligen, im Dreikönigenviertel oder am Hauptbahnhof. Die Mobilstationen sind im Mobiltätsentwicklungskonzept niedergeschrieben und sind Teil des Neusser Klimaschutzkonzeptes“, Christoph Hölters, Beigeordneter für Planung, Bau und Verkehr der Stadt Neuss
Auswahl der Standorte erfolgte anhand Machbarkeitsstudie
Eine Machbarkeitsstudie wies insgesamt 26 Standorte für Mobilstationen aus und legte auf Basis einer betriebswirtschaftlichen, einer volkswirtschaftlichen sowie einer verkehrsfachlichen Bewertung eine Rangreihenfolge zur Umsetzung fest. Die TOP-10-Mobilstationen sollen, gemäß Ratsbeschluss, durch die Stadtwerke Neuss umgesetzt werden.
Alle Angebote per App bzw. Online buchbar
Alle E-Fahrzeuge (Autos, Scooter und Fahrräder) können online über die „neuss e-mobil“ App gebucht werden, die sowohl im Apple Store als auch im Google Play Store verfügbar ist. Die einmalige Registrierung für das E-Sharing erfolgt zuvor ebenfalls über die App. Über die App wird das Fahrzeug auch geöffnet und verriegelt. Die Fahrzeuge sind unabhängig von Öffnungszeiten rund um die Uhr verfügbar. Die Fahrradboxen sind in das bereits in Neuss bestehende VRR-Projekt „DeinRadschloss“ eingebunden. Auch dieses verfügt über ein einfaches und schnelles digitales Buchungs- und Zugangssystem. Gebucht werden können die Boxen ganz einfach online über die Internetseite www.dein-radschloss.de. Hier können Nutzer sich in wenigen Minuten registrieren, den gewünschten Standort auswählen und online bezahlen. Es können alle Boxen im System „DeinRadschloss“ genutzt werden. Das sind laut VRR inzwischen rund 2.500 Boxen in 40 Städten. Der Zugang zu „Dein Rad-schloss“ kann per PIN, QR-Code oder Chipkarte mit RFID Chip, wie zum Beispiel dem DeutschlandTicket der Stadtwerke Neuss, erfolgen.