2. Neusser Sportgipfel: Gemeinsam die Zukunft des Sports gestalten
Sportvereine, Stadtsportverband, Schulen, Verwaltung und Politik diskutierten gemeinsam über Perspektiven und Herausforderungen für den Sport in der Stadt Neuss
Wie soll sich Sport und Bewegung in Neuss in den kommenden Jahren entwickeln? Diese Frage stand im Mittelpunkt des 2. Neusser Sportgipfels, zu dem das Sportamt der Stadt Neuss am vergangenen Samstag Vertreterinnen und Vertreter aus der gesamten Neusser Sportlandschaft in den Ratssaal eingeladen hatte.
Teilnehmende aus Sportvereinen, dem Stadtsportverband, Schulen, Verwaltung, Politik sowie weiteren gesellschaftlichen Bereichen diskutierten gemeinsam über Perspektiven und Herausforderungen für den Sport in der Stadt. Der Sportgipfel bildet die Auftakt- und Impulsveranstaltung zur Fortführung der Sportentwicklungsplanung der Stadt Neuss und damit den Start eines neuen strategischen Prozesses.
In seiner Begrüßung verwies Bürgermeister Reiner Breuer auf den erst am Vortag vom Rat der Stadt verabschiedeten Haushalt und ordnete die Sportentwicklungsplanung auch in den aktuellen finanziellen Rahmen der Kommune ein: „Wir befinden uns in einer angespannten Haushaltslage und müssen den Haushalt stabilisieren. Der Rat trifft diese Entscheidungen, um die Lebensqualität in und für Neuss zu sichern – und dazu gehört ganz wesentlich auch der Sport.“
Den fachlichen Einstieg in den Tag gab ein Impulsreferat von Prof. Dr. Lutz Thieme von der Hochschule Koblenz zum Thema „Aktuelle Herausforderungen kommunaler Sportentwicklung“. Dabei wurde deutlich, dass sich Sport und Bewegung in Städten kontinuierlich verändern: Neue Sportarten entstehen, individuelle Bewegungsformen gewinnen an Bedeutung und der öffentliche Raum wird zunehmend als Sport- und Bewegungsraum genutzt. Gleichzeitig stehen Kommunen vor Herausforderungen wie dem demografischen Wandel, veränderten Freizeitgewohnheiten und dem Sanierungsbedarf bestehender Sportstätten.
Angeregte Diskussionen und Workshops
Im Anschluss diskutierten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer in mehreren Arbeitsgruppen über zentrale Fragen zur Zukunft des Sports in Neuss. Dabei wurde deutlich, dass die Vielfalt der Neusser Sportlandschaft erhalten und weiterentwickelt werden soll. Gleichzeitig sollen die Zusammenarbeit zwischen Sportvereinen, weiteren Sportakteuren und der Stadtverwaltung gestärkt sowie Kooperationen zwischen Kitas, Schulen und Sportvereinen ausgebaut werden. Auch die Perspektiven und Bedarfe der Sporttreibenden sollen stärker in die zukünftige Planung einfließen. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Weiterentwicklung bestehender Sportstätten und Bewegungsräume sowie auf der Öffnung und Schaffung zusätzlicher Bewegungsmöglichkeiten im Stadtgebiet. Zudem wurde betont, wie wichtig es ist, insbesondere junge Menschen stärker für Engagement im Sport zu gewinnen.
Dr. Matthias Welpmann, Beigeordneter (Umwelt, Klima, Sport) und Sportdezernent der Stadt Neuss, stellte den weiteren Prozess der Sportentwicklungsplanung vor und betonte die Bedeutung des Austauschs mit den Akteurinnen und Akteuren des Sports: „Die Sportentwicklungsplanung ist ein wichtiger strategischer Prozess für unsere Stadt. Umso wertvoller ist es, dass sich so viele Engagierte aus der Neusser Sportlandschaft einbringen – und das sogar an einem Samstag. Sie bringen nicht nur Zeit, sondern auch ihre große Fachkompetenz rund um den Sport in diesen Prozess ein.“
Ergebnisse fließen in den Sportentwicklungsplan
Die Ergebnisse des Sportgipfels bilden die Grundlage für die nächsten Schritte im Prozess der Sportentwicklungsplanung. Ziel ist es, gemeinsam mit den Akteurinnen und Akteuren des Sports eine langfristige Strategie für Sport und Bewegung in Neuss zu entwickeln.
Mit der Sportentwicklungsplanung verfolgt die Stadt Neuss unter anderem das Ziel, die Lebensqualität der Bevölkerung durch Sport und Bewegung zu stärken und gute Rahmenbedingungen für vielfältige Sport- und Bewegungsangebote in der Stadt zu schaffen. Die beim Sportgipfel gesammelten Impulse werden nun durch das Sportamt ausgewertet und fließen in die weitere Vorbereitung der neuen Sportentwicklungsplanung ein.