24. Februar 2026

ZeughausKonzert: Der Kontrabass

Tiefgang im Klang – Am Sonntag, 1. März 2026, um 18 Uhr lässt Božo Paradžik den Kontrabass erzählen

Božo Paradžik schreibt Bassgeschichte – eindrucksvoll, virtuos und mit unerschöpflicher Neugier. Obwohl das originale Kammermusikrepertoire für Kontrabass begrenzt ist, erschließt der kroatische Ausnahmemusiker mit seinem Spiel und seinen eigenen Transkriptionen eindrucksvoll neue Klangwelten für das tiefste aller Streichinstrumente. Am Sonntag, 1. März 2026, um 18 Uhr, gastiert er im Zeughaus. Eine kostenlose Konzerteinführung mit Bjørn Woll beginnt um 17:15 Uhr. Begleitend zum Konzert stellt der Neusser Künstler Till Bödeker Werke im Zeughaus aus. Tickets und weitere Informationen gibt es unter www.kulturamt-neuss.de.

Bereits Ludwig van Beethoven entdeckte Ende des 18. Jahrhunderts den besonderen Reiz des Kontrabasses: 1799 spielte er seine Cellosonate op. 5, Nr. 2 in g-Moll, gemeinsam mit dem seinerzeit berühmten Kontrabassisten Domenico Dragonetti. Eine historische Vorlage, die Božo Paradžik – einer der führenden Kontrabassisten unserer Zeit – bis heute inspiriert. Mit seiner Einspielung sämtlicher Beethoven-Cellosonaten und seiner Leidenschaft für Bearbeitungen führt er diese Tradition fort und erweitert das Repertoire um neue, faszinierende Facetten.

Tatendrang und kreative Courage prägten auch Antonín Dvořák. Von ihm ist an diesem Abend der langsame Satz aus seinem frühen Cellokonzert in A-Dur zu hören. Bereits mit 23 Jahren hatte der tschechische Komponist bedeutende Beiträge zu allen zentralen Gattungen der Instrumentalmusik geschaffen. Sein Freund und Förderer Johannes Brahms bewunderte diesen schöpferischen Überfluss zutiefst: „Der Kerl hat mehr Ideen als wir alle“, soll er einst gesagt haben.

Neben Dvořáks Frühwerk steht auch Johannes Brahms’ letzter Kammermusikbeitrag auf dem Programm: die Sonate in Es-Dur, ursprünglich für Klarinette und Klavier komponiert und dem Klarinettenvirtuosen Richard Mühlfeld gewidmet. Ergänzt wird der Konzertabend durch Giovanni Bottesinis ausdrucksstarkes Allegretto Capriccio und die Elegie Nr.1 in D-Dur sowie durch poetische Miniaturen von Leoš Janáček. In ihnen treffen Kontrabass und Klavier aufeinander wie zwei Erzähler*innen, die mit Farben, Klang und Rhythmus Geschichten ohne Worte entwerfen.