Ein neues Gesicht für den Stadteingang am Rhein

Neuss möchte den östlichen Stadteingang am neuen Stadtpark neu gestalten. Auf der Expo Real hat die Stadt das Grundstück vorgestellt. Die Studie „The Wooden Couple“ zeigt beispielhaft, wie eine markante Bebauung dort aussehen könnte.

Der östliche Neusser Stadteingang an der Stresemannallee wird neu gestaltet. Am Eingang des neuen Stadtparks “Grünes Herz” soll eine markante Bebauung entstehen, die das Ankommen von der Rheinseite sichtbar prägt und die Entwicklung der angrenzenden Quartiere unterstützt. Das rund 3.900 Quadratmeter große Baufeld „Stadteingang Ost“ hat die Stadt jetzt auf der Immobilienmesse Expo Real in München vorgestellt.

Das Grundstück liegt unmittelbar am neuen Stadtpark und an der Schnittstelle zwischen dem Standort für Cross-Industry-Innovation, an dem Unternehmen unterschiedlicher Branchen zusammenarbeiten sollen, und dem neuen gemischten Quartier Neues Hammfeld. Durch seine Lage in der Sichtachse der Kardinal-Frings-Brücke bietet es besondere Möglichkeiten, den Übergang in die Stadt architektonisch hervorzuheben. Für die dreieckige Fläche mit ihrer besonderen Insellage im öffentlichen Raum sollen eine passende Nutzung und ein markanter Baukörper entwickelt werden.

„An diesem Standort haben wir die Chance, den Stadteingang von der Rheinseite neu zu gestalten und die Entwicklung des Hammfelds mit unserem neuen Stadtpark zu verbinden. Der Entwurf von Wienstroer ist eine durchdachte Idee und ein städtebauliches Ausrufezeichen. Er macht anschaulich, welches Potenzial diese besondere Fläche bietet. Diese Überlegungen wollen wir nun in die politische Beratung einbringen und die Entwicklung des Standorts weiterverfolgen“, sagt Bürgermeister Reiner Breuer.

Mögliche Bebauung vorgestellt

Eine mögliche Bebauung veranschaulicht die Studie „The Wooden Couple“ des Neusser Büros Wienstroer Architekten Stadtplaner. Sie zeigt zwei rund 80 und 100 Meter hohe Türme, die unterschiedliche Nutzungen miteinander verbinden: Gewerbe und Freizeitangebote, Büros, Hotels und Wohnungen sowie Gastronomie. Öffentlich zugängliche Angebote in den unteren Geschossen könnten den Standort zum Park und zu den angrenzenden Wegen öffnen. Die Studie ist als Beispiel für das Entwicklungspotenzial der Fläche zu verstehen. Eine Entscheidung für den Bau der beiden Türme ist damit nicht verbunden.

„Der Eingang Ost zur Landesgartenschau hat durch seine direkte Lage in der Sichtachse der Kardinal-Frings-Brücke eine hohe Prominenz und damit das einzigartige Potenzial zur besonderen Markierung des Stadteingangs. Das Wooden Couple vom Büro Wienstroer aus Neuss zeigt das sehr prägnant. Hinzu kommt die Chance zur funktionalen Verknüpfung von Hammfeld I und II mit dem neuen Stadtpark, der Straßenbahn und dem Radschnellweg“, erklärt der Beigeordnete für Bauen, Planung und Verkehr der Stadt Neuss, Christoph Hölters.

Computerillustration eines begrünten Hochhauses
Machbarkeitsstudie „The Wooden Couple“

Die Studie greift auch die Frage auf, wie unterschiedliche Nutzungen und eine ressourcenbewusste Bauweise zusammenwirken können. Das Gebäudepaar ist als Hybridkonstruktion aus Holz, Stahl und Beton konzipiert. Holz soll insbesondere die sichtbaren und täglich genutzten Bereiche prägen. Eine Fassade mit integrierten Energiepaneelen und vorgefertigte Bauelemente ergänzen das Konzept. Die Mischung der Nutzungen soll Aktivitäten über den Tag verteilen und Verbindungen zwischen den Quartieren, dem Park und der bestehenden Stadt schaffen.

Der Standort ist unmittelbar an die Stadtbahnhaltestelle Stadtpark und den Radschnellweg angebunden. Auch die Rheinbrücke nach Düsseldorf und der Zubringer zu den Autobahnen A46 und A57 liegen in der Nähe. Mit der Präsentation auf der Expo Real hat die Stadt diese Lage und ihre Entwicklungsmöglichkeiten möglichen Investoren und Projektentwicklern vorgestellt. Die endgültige Größe der veräußerbaren Fläche wird im Zuge der weiteren Konkretisierung festgelegt.