29. Juni 2026

Integrationsförderpreis 2025 verliehen

Stadt Neuss würdigt Engagement für Integration und gesellschaftlichen Zusammenhalt

Die Stadt Neuss hat am Donnerstag, 25. Juni 2026, im Pauline-Sels-Saal der Musikschule im RomaNEum den Integrationsförderpreis 2025 verliehen. Mit der Auszeichnung würdigt die Stadt Menschen, Vereine und Initiativen, die sich in besonderer Weise für Integration, gesellschaftliche Teilhabe und ein respektvolles Miteinander einsetzen.
Integration ist für die Stadt Neuss ein wesentlicher Bestandteil eines lebendigen und zukunftsorientierten gesellschaftlichen Zusammenlebens. Seit vielen Jahren engagiert sich die Stadtverwaltung dafür, Menschen mit Einwanderungsgeschichte eine gleichberechtigte Teilhabe am sozialen, kulturellen und öffentlichen Leben zu ermöglichen und den interkulturellen Dialog nachhaltig zu stärken. Dieses Engagement wird in besonderer Weise durch zahlreiche Ehrenamtliche getragen, die sich mit großem persönlichem Einsatz für den gesellschaftlichen Zusammenhalt in Neuss einsetzen.


Bürgermeister Reiner Breuer betonte in seiner Begrüßung die Bedeutung dieses Engagements: „Integration gelingt dort, wo Menschen aufeinander zugehen, Verantwortung übernehmen und Begegnungen schaffen. Die heute Ausgezeichneten leisten hierzu einen wertvollen Beitrag und bereichern das Zusammenleben in unserer Stadt.“
Für die musikalische Umrahmung der Veranstaltung sorgten Nezih Sungur und Selim Kurt. Die beiden Musiker verbinden den faszinierenden Klang der Kanun mit der Ausdruckskraft der Gitarre und schaffen damit einen musikalischen Dialog zwischen verschiedenen Kulturen. Mit traditionellen türkischen Melodien, westlichen Kompositionen und modernen Einflüssen unterstrichen sie die kulturelle Vielfalt, die auch den Integrationsförderpreis prägt.

Auszeichnung für besondere Beiträge zur Integration


Der diesjährige 1. Preis ging an Gosia Varenholt für ihr außergewöhnliches Engagement in der Bildungs- und Integrationsarbeit. Sie begleitet ihre Schüler*innen weit über den regulären Unterricht hinaus und steht ihnen jederzeit als Ansprechpartnerin zur Verfügung. Auch nach Unterrichtsende korrigiert sie Aufgaben und Texte, beantwortet Fragen und unterstützt bei Bewerbungen sowie behördlichen und organisatorischen Anliegen. Darüber hinaus bietet sie zusätzliche Hilfestellungen zur Prüfungsvorbereitung an und geht dabei mit großer Geduld auf die individuellen Lebenssituationen ihrer Schüler*innen ein. So führt sie beispielsweise Online-Unterrichtseinheiten auch zu später Stunde durch, wenn Eltern ihre Kinder versorgt haben. Mit ihrem besonderen Einsatz leistet sie einen wichtigen Beitrag zur sprachlichen, beruflichen und gesellschaftlichen Integration vieler Menschen.


Mit dem 2. Preis wurde die Mädchenfußballmannschaft des BV Weckhoven 1927 e.V. ausgezeichnet. Das Projekt „Mädchenfußball – Integration durch Sport“ richtet sich an Mädchen im Alter von fünf bis 16 Jahren – unabhängig von Herkunft, Religion oder sozialem Status. In einem geschützten und wertschätzenden Umfeld kommen Mädchen unterschiedlicher kultureller Hintergründe zusammen, lernen voneinander und erleben Gemeinschaft durch Sport. Das Projekt fördert soziale Integration, stärkt Selbstbewusstsein und Selbstständigkeit und vermittelt Werte wie Respekt, Fairness und Gleichberechtigung. Besonders angesprochen werden Mädchen mit Migrations- oder Fluchterfahrung sowie Kinder und Jugendliche aus einkommensschwachen Familien, die bislang keinen Zugang zum Vereinssport hatten. Mit seinem langfristigen Ansatz schafft das Projekt nachhaltige Strukturen für gesellschaftliche Teilhabe und Chancengleichheit und leistet damit einen wertvollen Beitrag zur Integrationsarbeit in Neuss.


Der 3. Preis ging an Filiz Eser für ihr langjähriges ehrenamtliches Engagement in der Integrations- und Begegnungsarbeit. Innerhalb der Alevitischen Gemeinde Neuss setzt sie sich mit großem persönlichen Einsatz für gesellschaftlichen Zusammenhalt und interkulturellen Austausch ein. Durch Bildungsangebote, Projekte und gemeinschaftliche Aktivitäten schafft sie Räume der Begegnung, in denen Menschen unterschiedlicher Herkunft, Kultur und Glaubensrichtungen miteinander ins Gespräch kommen und voneinander lernen können. Ein besonderer Schwerpunkt ihrer Arbeit liegt auf der Förderung von Kindern, Jugendlichen und Familien mit internationaler Familiengeschichte. Mit ihrem Engagement stärkt sie gegenseitiges Verständnis, soziale Kompetenzen sowie ein respektvolles und vielfältiges Miteinander.

Anerkennungsurkunden für besonderes Engagement


Neben den drei Preisträger*innen würdigte die Stadt Neuss vier weitere herausragende Projekte mit Anerkennungsurkunden:
 Arbeitskreis gegen Rassismus der Janusz-Korczak-Gesamtschule 
 Kontakt Erfttal und das Bürgerhaus Erfttal 
 Flex-Pool des Lukaskrankenhauses Neuss 
 Projekt „Win!Win!“ 

Mit den Urkunden würdigte die Stadt Neuss deren wertvollen Beitrag zu Integration, Teilhabe und gesellschaftlichem Zusammenhalt. Die Anerkennungen wurden von der Leiterin des Integrationsamts, Michèle Wellssow, überreicht, die mit persönlichen Worten die jeweilige Bedeutung der Projekte hervorhob.

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