06. Juli 2026

Was sich die Neusser*innen für das Hammfeld wünschen

Von Nahversorgung bis Wohnungsmix – die Auswertung der Beteiligungsformats „Reisen in der eigenen Stadt" liefert ein klares Stimmungsbild für die Zukunft des Stadtteils

Für rund zwei Monate konnten die Neusser*innen unter dem Motto „Reisen in der eigenen Stadt“ das Hammfeld entlang der neu geschaffenen Rad- und Fußwegachse vom Stadtpark bis zum Rheinvorland entdecken. Die interaktiven Stationen an der Strecke und eine „Reisebroschüre“ luden dabei zum Erkunden und Einbringen von eigenen Ideen zur zukünftigen Gestaltung des Neuen Hammfeld ein.

Die Stadt Neuss hat die Ergebnisse des Beteiligungsformats gemeinsam der Plattform TRANSURBAN ausgewertet und am Freitag, 3. Juli 2026 im Rahmen einer Finissage der Öffentlichkeit präsentiert. Die zahlreichen Rückmeldungen zeigten ein klares Bild: Die zukünftige Entwicklung des Stadtteils soll vor allem die Lebensqualität erhöhen und den Alltag der zukünftigen Bewohner*innen, sowie der bereits heute dort tätigen Arbeitnehmer*innen, erleichtern.

Der wichtigste Entwicklungsbaustein für die Befragten ist die Ansiedlung eines Supermarkts. Gefolgt von dem Wunsch nach einem gastronomischen Angebot und einer verbesserten ÖPNV-Anbindung.

Die Mehrheit nutzt das Gebiet bereits heute aktiv – sei es als Durchgangsroute, zum Arbeiten oder für Freizeitaktivitäten. Ebenso sehen viele der Befragten die Lage des Hammfeld mit seiner Nähe zur Innenstadt und als direkte Verbindung zwischen Stadtpark und dem Rhein als klaren Standortvorteil für eine Wohnbauentwicklung.

Für diese wünschen sich die Neusser*innen ein breites Angebot verschiedener Wohnformen für alle Bevölkerungsgruppen. Natürlich ist auch der Wunsch nach günstigem Wohnraum zum Ausdruck gekommen.

Den ersten Schritt in Richtung Transformation ist die Stadt Neuss im September 2025 gemeinsam mit dem Grundstückseigentümer der Fläche zwischen Hammfelddamm und Carl-Schurz-Straße gegangen. In einem gemeinsamen Werkstattverfahren wurde die dortige städtebauliche Entwicklung durch drei geladenen Entwurfsteam aus Architekt*innen und Landschaftsplaner*innen untersucht. Mit dem ersten Preis wurde das Büros pbp aus Hamburg prämiert.

Aktuell befindet sich der Siegerentwurf in der Überarbeitung, um die Anregungen der Empfehlungskommission, unter Vorsitz von Prof. Kunibert Wachten, einzuarbeiten. Die Vorstellung der Ergebnisse ist in den kommenden Monaten geplant. Ein Supermarkt als Vollsortimenter wurde bei dem Entwurf bereits mitgedacht.