20. August 2026

Neue Eichhörnchenbrücke in Neuss

Hanfseil hilft Tieren, die Straße zu überqueren

Seit heute können Eichhörnchen in Neuss in der Nähe des Kinderbauernhofs am Nixhütter Weg ganz entspannt und sicher die Straße überqueren – über eine eigens installierte Eichhörnchenbrücke. Hierbei handelt es sich um ein vier Zentimeter dickes Hanfseil, das in etwa sieben Metern Höhe zwischen zwei Bäumen zu beiden Seiten der Straße gespannt wurde. Um die Aufmerksamkeit der Eichhörnchen auf die Brücke zu lenken, wurde vorübergehend eine Futterstation aufgestellt, damit die kleinen Nager angelockt werden und lernen, die neue Querungshilfe zu nutzen. Außerdem wurde eine Wildtierkamera angebracht, damit das Amt für Klima und Umwelt der Stadt Neuss nachvollziehen kann, ob und wie die Brücke genutzt wird.
Häufig springen Eichhörnchen von Baumkrone zu Baumkrone, um Straßen oder andere Hindernisse zu überqueren, dies ist am Nixhütter Weg beziehungsweise an der Aurinstraße aufgrund der Breite der viel befahrenen Straße jedoch selbst den kleinen Kletterkünstlern nicht möglich. Wichtig bei der Entscheidung für den Standort der Eichhörnchenbrücke war außerdem, dass es in dem ausgewählten Bereich zu beiden Seiten der Straße ein Waldgebiet beziehungsweise eine Grünanlage liegen, die den geschützten Nagetieren als Lebensraum dienen.
Eichhörnchen bevorzugen als Lebensraum einen struktur- und abwechslungsreichen Waldbestand mit großem Anteil an alten Bäumen und dichten Baumkronen. In unseren Städten sind Waldgebiete und Grünanlagen häufig von Straßen durchschnitten, was den Lebensraum der Tiere verkleinert. Eine Lösung kann es hier sein, neue Verbindungen zu schaffen, wie es die Stadt Neuss jetzt in Selikum getan hat.